Schicker und Ellensohn waren sich einig, dass bei einer 30-prozentigen Bürgerbeteiligung die Volksbefragung ein Erfolg wäre, für Ulm ist das zu niedrig angesetzt. Die Frustration und der Ärger über die Befragung seien bei den Wienern sehr groß. "Alles unter 50 Prozent ist eine glatte Niederlage für Bürgermeister Michael Häupl", erklärte Gudenus, bevor er demonstrativ seine Stimmkarte zerknüllte.

Zum Misstrauensantrag der FPÖ gegen Häupl am Freitag im Gemeinderat - wegen Missbrauchs der direkten Demokratie - meinte Schicker: "Die FPÖ will immer mehr direkte Demokratie, findet sie dann statt, dann bekommt der Bürgermeister einen Misstrauensantrag."

Die Fragen im Detail
1. Wie soll die Parkplatzsituation und Lebensqualität für Bezirksbewohner/innen verbessert werden?
A.) Es sollen für jeden Wiener Bezirk Parkraumregelungen eingeführt werden.
B.) Es soll Lösungen für einzelne Bezirke geben (mit Berücksichtigung der Interessen der Nachbarbezirke).

2. Soll sich die Stadt um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2028 bemühen?

3. Die kommunalen Betriebe bieten der Wiener Bevölkerung wichtige Dienstleistungen. Zum Beispiel Wasser, Kanal, Müllabfuhr, Energie, Spitäler, Gemeindewohnbauten und öffentliche Verkehrsmittel. Sind Sie dafür, dass diese Betriebe vor einer Privatisierung geschützt werden?

4. Soll die Stadt nach dem Beispiel der Bürger/innen-Solarkraftwerke weitere erneuerbare Energieprojekte entwickeln, die mit finanzieller Beteiligung der Bürger/innen realisiert werden?