Wien. Eines der eventuell größten Geheimnisse Wiens ist enthüllt: Jener direkt bei der Oper gelegene Abgang zur Opernpassage ist vorsätzlich falsch beschriftet. Dort prangt seit dem Jahr 2000 in großen Lettern "Opernpassag". Auf das "e" wurde absichtlich verzichtet. Dies ist nun auch dem Kontrollamt aufgefallen. Die Recherchen ergaben nicht nur, dass das damalige Planungsbüro den Schriftzug mit "künstlerischer Freiheit" begründete, sondern auch, dass es permanente Beschwerden gibt.

Die ungewöhnliche Beschriftung gibt laut einem aktuellen Prüfbericht "laufend Anlass" für telefonische Anfragen bei der zuständigen Magistratsabteilung 28 (Straßenbau und Straßenverwaltung). Oft werde ein Fehler bei der Montage vermutet.

Die städtischen Prüfer schlagen nun Abhilfe vor: "Das Kontrollamt empfahl der MA 28, Maßnahmen zur Information der Passantinnen und Passanten über die Kunstinstallation zu ergreifen, um den laufenden Beschwerdeanrufen entgegenzuwirken."

Tatsächlich geht die Straßenabteilung noch einen Schritt weiter. Das Schild wird demnächst ersetzt, wie ein MA-28-Sprecher am Mittwoch mitteilte. Künftig wird demnach wieder "Opernpassage" dort stehen. Das derzeitige Erscheinungsbild soll - so viel wurde weiters bekannt - übrigens eine Laufschrift simulieren.