Wien. Jedes Jahr aufs Neue setzt der Winter Wiens Straßen zu: Die Witterung lässt den Asphalt platzen und verursacht Schlaglöcher. Laut ÖVP sind die Straßen aber heuer so desolat wie nie. Sie vermutet, dass die Stadt bei den Instandhaltungsmaßnahmen spart.

Stimmt nicht, entgegnete Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Mittwoch in der Fragestunde der Gemeinderatssitzung. Das dafür vorgesehene Budget sei bis auf kleinere Schwankungen konstant. Zwischen November 2012 und März 2013 wurden von der zuständige MA 28 insgesamt 110.000 Schlaglöcher ausgebessert.

Vor allem im Februar und März seien viele der Schäden entstanden, wegen der großen  Temperaturschwankungen in dieser Zeit. Allein im April mussten 16.300 Schlaglöcher ausbessert werden.

Die Instandhaltung der Straßen ist zum Teil von der Stadt und zum Teil von den Bezirken zu tragen. Im Mittel sind laut Vassilakou in den vergangenen drei Jahren für Neu- und Umbauten sowie neue Fahrbahnbelege rund 58,7 Mio. Euro ausgegeben worden. Für die laufende bauliche Erhaltung seien es rund 19,8 Mio. Euro gewesen.

Das Budget für das heurige Jahr sieht rund 59,5 Mio. Euro bzw. rund 19 Mio. Euro für die beiden Bereiche vor. "Die Zahlen belegen, dass die Stadt nicht spart und nicht gespart hat", unterstrich Vassilakou.

VP-Mandatar Wolfgang Ulm war mit den Antworten der Stadträtin nicht zufrieden. "Jeder Autofahrer und jeder Radfahrer merkt, dass er über Rumpelpisten fährt, wie es das noch nicht gegeben hat in der Vergangenheit", war er überzeugt.