Wien. Ein "Tribut an Wien" soll es werden. Das neue Programm, das zwei der bekanntesten österreichischen Kulturinstitutionen miteinander vereint. Die Spanische Hofreitschule mit Generaldirektorin Elisabeth Gürtler auf der einen und die Wiener Sängerknaben unter der Leitung von Gerald Wirth auf der anderen Seite. Am Montag präsentierten sie das Programm erstmals bei einer Pressekonferenz.

Die beiden Traditionshäuser eint ihre jahrhundertelange Geschichte in der österreichischen Kulturlandschaft. "Wir nehmen unsere Gäste mit auf eine Reise in die Zeit Maria Theresias, auf der sie sowohl die Hohe Schule der klassischen Reitkunst als auch wunderbare Lieder und Arrangements der Wiener Sängerknaben erwarten", so Gürtler. Sie betont aber auch: "Wir bemühen uns sehr, dass wir nicht nur Klischees abdecken. Wir möchten das Beste vom Besten auf höchstem Niveau bieten".

Für Touristen mit wenig Zeit


Im Rahmen des Programmes "A Tribute to Vienna", das am 18. Oktober seine Premiere feiert, werden die Sängerknaben und die Bereiter auf ihren Lipizzanern abwechselnd performen. Die Spanische Hofreitschule wird dabei drei Punkte aus ihrem Programm zeigen. Die Wiener Sängerknaben werden unter anderem den Radetzky-Marsch und den Donauwalzer von Johann Strauss und Zigeunerleben von Robert Schumann intonieren.

Gürtler hofft, damit neben den Österreichern auch viele Wien-Besucher anzusprechen: "Ich glaube, das wird vor allem von denen, die wenig Zeit haben und nach Wien kommen, und beides erleben wollen, geschätzt werden. Denn jetzt gehen die Touristen in die Hofburgkapelle zuerst und dann kommen sie in die Spanische Hofreitschule, da ist der Vormittag weg. So könnte man beides gemeinsam machen". Laut Sängerknaben-Präsident Wirth sind die Gespräche über eine Zusammenarbeit und ein gemeinsames Projekt mit der Hofreitschule bereits seit einem halben Jahr im Gange.

Sowohl die Sängerknaben als auch die Bereiter der Hofreitschule touren mit ihren Programmen durch die weite Welt. Die Initiatoren planen, auch mit dem neuen, gemeinsamen Programm ins Ausland zu gehen: "Wir sind dabei, zu erforschen, wo Märkte sind. Es kann auch sein, dass wir zum Beispiel normale, klassische Vorführungen in irgendeinem Land machen und in einer anderen Stadt in diesem Land dann gemeinsam mit den Sängerknaben eine Präsentation machen", zeigt sich Gürtler aufgeschlossen.