In Kleingruppen wurden auf dem Kongress neue Projektideen erarbeitet. - © Stefan Fürtbauer
In Kleingruppen wurden auf dem Kongress neue Projektideen erarbeitet. - © Stefan Fürtbauer

Wien. Ein Museum - als Sammelstätte von unbelebten Gegenständen - kommt vermutlich nicht als Erstes in den Sinn, wenn man an Innovation, Social Entrepreneurship (soziales Unternehmertum, Anmerkung) und nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel denkt. Doch genau darum ging es beim Kongress "Design for Impact", der diese Woche im Wiener MAK stattfand und mehr als 300 Entscheidungsträger aus den verschiedensten Sektoren aus mehr als 30 Ländern zusammenbrachte.

Organisiert wurde der Kongress von Impact Hub Vienna, einer Plattform für Social Entrepreneurs, die auf Nachhaltigkeit und Innovation setzt, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Auch der Kongress selbst stand ganz im Zeichen von positiven Veränderungen durch soziales Wirtschaften - Stichwort "social impact" (sozialer Einschlag oder Wirkung, Anmerkung).

Um solcherlei Denkanstöße zu liefern, wurden mehr als 300 Entscheidungsträger aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik, Privat- und Finanzwirtschaft wie auch der Kreativindustrie geladen. Dabei stand der Gedanke des gemeinsamen Handelns im Vordergrund. Im Kollektiv kann man mehr erreichen, als wenn man voneinander isoliert vor sich hinarbeitet, so die Überlegung für den Kongress.

"Design for Impact" sollte daher auch als Vernetzungsmöglichkeit verschiedener Akteure dienen und neue Kooperationen ermöglichen - eine ehrgeizige Zielsetzung, bei der sich die Frage aufdrängt: Wie viel lässt sich an nur einem Nachmittag tatsächlich bewerkstelligen? "Natürlich haben wir nicht gerade viel Zeit", sagte Lena Gansterer, Programmdirektorin des HUB Vienna Incubation Programms, zur "Wiener Zeitung". "Unser Hauptziel ist es jedoch, Prinzipien zu finden, die in verschiedenen Sektoren angewandt werden können."

Und so beschäftigten sich die Konferenzteilnehmer in drei Gesprächsrunden mit Themen rund um Innovation, Entrepreneurship und ‚social impact‘ in Bereichen wie Bildung, Politik und Arbeit. In jeder Einheit präsentierten Entscheidungsträger Best Practices und diskutierten über interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Interdisziplinäres Arbeiten und Kooperation wichtig


In einem der Workshops stellte Jonathan Robinson, Mitbegründer des HUB, ein solches Vorzeigeprojekt vor. In "Peace Innovation Labs" in Afghanistan arbeite man daran, ungewöhnliche Bündnisse zu schließen, Vertrauen aufzubauen und gemeinsame Ziele mit den verschiedensten Akteuren zu definieren. "Im Grunde genommen geht es darum, herauszufinden, wie aus Krisensituationen heraus positiver Wandel ermöglicht werden kann", sagte Robinson.