Wien. Die Lösung für den Ostteil des Wiener Otto-Wagner-Spitals - also für einen zuletzt sehr umstrittenen Teil der sogenannten Steinhof-Gründe - steht: Die Stadt wird sich an die kürzlich von einem Expertengremium präsentierten Empfehlungen halten. Das teilten Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) am Dienstag in einer Aussendung mit.

Das bedeutet: Der Grund bleibt im Eigentum der Stadt Wien. Zudem sind nicht mehr als 160 Genossenschaftswohnungen geplant. Das denkmalgeschützte Ensemble, so wurde versichert, bleibt unangetastet. Ursprünglich hätten auf dem Areal rund 600 Wohnungen entstehen sollen.

Keine "Luxuswohnungen"

Nach Anrainerprotesten wurde das Vorhaben jedoch überarbeitet. Versichert wurde am Montag auch, dass keine "Luxuswohnungen", sondern Genossenschaftswohnungen mit einer Nettomiete von 7,50 Euro pro Quadratmeter geplant sind.

"Es freut uns, dass im Verfahren ein positives Ergebnis erzielt werden konnte und eine Entwicklung angegangen werden kann, die der Bedeutung des Areals gerecht wird. Wir haben erreicht, dass 160 leistbare Wohnungen entstehen können, von denen rund ein Drittel für besondere soziale Gruppen reserviert sein wird", erklärte Planungs-Ressortchefin Vassilakou. Man sei weiters, so betonte Häupl, auch der Empfehlung nachgekommen, das Grundstück im Eigentum der öffentlichen Hand zu behalten.

Baurecht statt Verkauf

Statt eines Verkaufs wird an die Gesiba ein Baurecht für 99 Jahre vergeben. 2014 soll mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden.