Der Wiener Hafen soll zu effizientester Logistikdrehscheibe an der Donau ausgebaut werden. - © LBS Redl
Der Wiener Hafen soll zu effizientester Logistikdrehscheibe an der Donau ausgebaut werden. - © LBS Redl

Wien. Der Hafen Wien wird in den kommenden Jahren weiter konsequent ausgebaut. Nun hat auch die Europäische Union ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Ende 2013 hat die EU entschieden, insgesamt 5,3 Millionen Euro an Fördermitteln für zwei Projekte zum Hafenausbau zur Verfügung zu stellen.

Mit dem Geld soll der Hafen Wien weiter zu einer der effizientesten Logistikdrehscheiben an der Donau ausgebaut werden, sagt Wien Holding-Geschäftsführer Peter Hanke. Konkret gefördert wurden die beiden Projekte Landgewinnung im Hafen Freudenau und die neuerliche Erweiterung des Containerterminals. Laut Hafen Wien-Geschäftsführerin Karin Zipperer haben beide Projekte gemeinsam ein Gesamtinvestvolumen von mindestens 8,5 Millionen Euro.

Das Projekt Landgewinnung - von den Planungsleistungen über die Schüttmaßnahmen bis zum Bau der Schiffsanlegestellen - wird in Abstimmung und unter Kontrolle der Trans-European Transport Network Exekutivagentur (TEN-T) realisiert und soll bis 2015/2016 abgeschlossen sein.

Mit der Landgewinnung wird mehr Platz für neue Umschlag- und Lagereinrichtungen geschaffen, um den Hafen Wien für künftig steigende Gütermengen zu rüsten. Dabei wird das Hafenbecken um etwa 20 Prozent verkleinert werden. Auf den so gewonnenen neuen Flächen können neue Anlagen für den Warenumschlag errichtet werden. Die erste Etappe ist bereits abgeschlossen. Über 30.000 Quadratmeter Land wurden dabei dem Wasser schon abgerungen. Mit der zweiten Ausbaustufe wird noch 2014 begonnen. Das gesamte Flächenpotenzial des Projektes liegt bei 70.000 Quadratmeter. Das Aushubmaterial, das in das Hafenbecken eingebracht wird, stammt von anderen Großbaustellen in Wien.

Aufwärtstrend im Containergeschäft


Das Herzstück des Hafen Wien ist der neue Containerterminal, der im Jahr 2008 eröffnet wurde. Durch dessen Erweiterung um eine zusätzliche, dritte Kranbrücke im Jahr 2013 liegt die Maximal-Kapazität aktuell bei rund 600.000 Containereinheiten. Im Containergeschäft verzeichnet der Hafen Wien einen starken Aufwärtstrend. Deshalb soll der Terminal neuerlich vergrößert werden, und zwar um einen Terminalbereich, der unmittelbar an den bestehenden Terminal angrenzt und direkt am Wasser liegt. Damit sollen die Wege auf dem Terminal entscheidend verringert werden, damit die Container rascher umgeschlagen werden können. Weiters entstehen neue Flächen, um noch mehr Container lagern zu können. Mit dem neuen Terminalprojekt steigt außerdem die Maximal-Kapazität im Containerumschlag. Je nach Wirtschaftslage können nach der Fertigstellung um bis zu 30 Prozent mehr Container umgeschlagen werden. Mit den Mitteln der EU werden die Planungsarbeiten von der Vorplanung bis zur Baugenehmigung finanziert.

Im Logistikzentrum Hafen Wien - es umfasst das gesamte Hafenareal, die Wien Holding-Tochter Wiener Hafen GmbH & Co KG und alle dort ansässigen privaten Firmen - werden jährlich knapp 12 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Insgesamt arbeiten rund 5.000 Beschäftigte im Logistikzentrum Hafen Wien.