Der konkrete Fahrplan sieht vor, dass mit Anfang 2015 zunächst einmal das Widmungsverfahren gestartet werden kann, welches rund 12 Monate dauern wird. Die WSE (Wiener Standortentwicklung GmbH), ein Unternehmen der Wien Holding, erarbeitet ein Nachnutzungskonzept, ein Verkehrskonzept, einen Plan für die Absiedelungen und Einziehenden und ein Konzept für die Organisation des gesamten Areals. "Ich könnte mir vorstellen, dass die zuständigen Magistrate, etwa für Müllabfuhr oder Straßenräumung, auch für dieses Areal zuständig sind", so Sigrid Oblak, Wien-Holding-Geschäftsführerin, zur "Wiener Zeitung". Das Areal soll weitgehend autofrei bleiben. Zwei Sammelgaragen sind angedacht, Lieferverkehr müsse aber möglich sein.

Die alten Pavillons mit einer Gesamtfläche von rund 100.000 Quadratmetern werden sukzessiv saniert. An den Gebäuden selbst werden aber nur minimale Veränderungen vorgenommen, etwa für einen barrierefreien Zugang. Alle Änderungen müssen laut Stadt in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen. Die Sanierungskosten werden laut Oblak bei 1500 Euro bis 4000 Euro pro Quadratmeter liegen. Man müsse hier sehr individuell agieren, sagte sie. Ziel sei es aber, dass das Gebiet sich wirtschaftlich selbst trägt. Die Nutzungsrechte für die Pavillons werden nur zeitlich begrenzt vergeben werden. "Das wünschen sich die Bürger, und das empfehlen die Experten. Aufgabe der WSE wird es sein, die Pavillons mit ihren verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten wie Puzzlesteine zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzufügen", so Oblak.

Keine Patienten werden mehr das Areal bevölkern, sondern Menschen, die dort arbeiten, leben oder sich aufhalten. Die Bauarbeiten für die Wohngebäude werden Anfang 2016 beginnen und im Jahr 2019 beendet sein. Die ersten Pavillons können Ende 2017 bezogen werden. Dann kann der erste Mieter das geschichtsträchtige Areal bewohnen.