Wien. Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen, die durch Kohlenmonoxid verursacht wurden. Am gestrigen Donnerstag hatte ein Wohnungsinhaber im 20. Bezirk wegen des heißen Wetters zwei mobile Klimageräte in seiner Wohnung den ganzen Tag in Betrieb. Die Abluft leitete er über einen Schlauch ins Freie. Dadurch entstand in der Wohnung ein Unterdruck. Das Kohlenmonoxid der Therme beim Duschen wurde daher nicht über den Abgasfang abgeleitet. Als der Mann Übelkeit und Kopfschmerzen verspürte, alarmierte er den Rettungsdienst. Dessen Kohlenmonoxid-Warngeräte schlugen Alarm, und die Feuerwehr wurde alarmiert. Die Feuerwehr führte unter Atemschutz Lüftungsmaßnahmen - teilweise mit einem elektrischen Hochleistungslüfter - durch und kontrollierte angrenzenden Bereiche und Wohnungen. Insgesamt mussten 4 Personen mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Sicherheitshinweise der Feuerwehr

Duschen bei laufenden Klima-Geräten kann gefährlich sein. - © Rainer Sturm / pixelio.de
Duschen bei laufenden Klima-Geräten kann gefährlich sein. - © Rainer Sturm / pixelio.de

Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht und bereits bei geringsten Konzentrationen zu lebensbedrohlichen Vergiftungen sowie zum Tod führen kann.

Die Installation von Geräten, welche Luft aus einem Wohnraum ansaugen, ist immer mit einem Rauchfangkehrer abzuklären!
Bei der Verwendung von mobilen Klimageräten mit Abluftschlauch, elektrischen Ventilatoren in einen Abluftkanal, und Dunstabzügen sind diese vor der Inbetriebnahme (bei Neuanschaffung) mit dem Rauchfangkehrer abzuklären. Es wird dringend davon abgeraten, den Abluftschlauch eines mobilen Klimagerätes eigenständig anzustecken (Loch in der Wand, gekipptes Fenster, oder illegal am Rauchfang), da durch den Unterdruck im Wohnraum das Kohlenmonoxid nicht ordnungsgemäß abziehen kann.

Gaskombithermen und Gasdurchlauferhitzer müssen regelmäßig durch Fachkräfte gewartet werden.