Wien. Als letzte der im Rathaus vertretenen Parteien hat die FPÖ am Mittwoch ihre Landesliste für die Wahl im Oktober vorgelegt, auf der sich viele bekannte Gesichter und wenig Überraschungen finden. Nach Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache, Klubobmann Johann Gudenus und der nicht amtsführenden Stadträtin Veronika Matiasek kandidiert Maximilian Krauss auf Platz vier. Er hatte mit seiner Nominierung als Vizepräsident des Stadtschulrats, die von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) abgelehnt wurde, für Aufsehen gesorgt. Strache präsentierte ihn heute als "Jugendspitzenkandidat". Auf Platz fünf der Liste findet sich Dagmar Belakowitsch-Jenewein, die derzeit für die FPÖ im Nationalrat sitzt.

Nur die ersten 15 Plätze wurden präsentiert


Allerdings verraten die Freiheitlichen derzeit nur die ersten 15 Plätze der Landesliste, die weiteren Kandidaten sowie die - durchaus mandatsentscheidenden - Regionalwahlkreise sollen Anfang September endgültig fixiert werden, meinte Strache. Zeit dafür hat die FPÖ, die 27 von 100 Mandaten im Stadtparlament innehat, bis 4. September.

Auch hinter den Kulissen gibt es Veränderungen: Anton Mahdalik wird neuer Landesparteisekretär und Pressechef. Er folgt auf Hans-Jörg Jenewein, der in die Privatwirtschaft wechseln wird. Mahdalik war bisher unter anderem als Verkehrssprecher und Gemeinderat der FPÖ tätig. "Wir haben Großes vor. Wir helfen Bürgermeister Michael Häupl, dass er sich am 12. Oktober in einen ausgedehnten Toskanaurlaub begeben kann", meinte Mahdalik. Wahlkampfleiter wird wie bereits 2005 und 2010 Herbert Kickl.

Strache lobte die "junge und attraktive Liste mit klaren Ansagen und Profil": Auf dieser findet sich auf Platz sechs Petra Steger, die derzeit ein Nationalratsmandat hat. Platz sieben geht an Dominik Nepp, seit 2010 Gemeinderat. Ebenfalls Erfahrung im Gemeinderat hat Angela Schütz, die an achter Stelle kandidiert. Nummer neun auf der Liste ist der nicht amtsführende Stadtrat David Lasar, Platz zehn FPÖ-Urgestein Eduard Schock. Der neue Landesparteisekretär Mahdalik belegt Position elf, an zwölfter Stelle steht Gemeinderat Dietbert Kowarik, auf Platz 13 Gemeinderatsabgeordneter Wolfgang Seidl.

Ein neues, aber dennoch nicht unbekanntes Gesicht findet sich an 14. Stelle: Wolfgang Aigner, Ex-ÖVP-Abgeordneter und seit 2011 als unabhängiger Gemeinderat unterwegs. Die FPÖ hatte den "wilden" Mandatar schon länger eingebunden und im Vorfeld angekündigt, Aigner fix auf ihre Liste setzen zu wollen. Strache präsentierte ihn heute als freiheitliches "Angebot an bürgerliche Wähler". Ganz neu ist hingegen Elisabeth Ullmann, die auf Platz 15 gereiht wurde. Sie ist derzeit Chefredakteurin von FPÖ-TV.

"Ich trete an als Bürgermeisterkandidat"


"Ich trete an als Bürgermeisterkandidat", erklärte Strache, dessen Nominierung als Spitzenkandidat der Parteivorstand am Montagabend laut Gudenus einstimmig beschlossen hat. "Marek, Slavik, Gratz, Zilk, Häupl, Strache - das klingt doch gut. Und die Chance ist da", meinte Strache, der sich für die Wahl das Ziel gesetzt hat, die 30-Prozent-Marke zu überspringen.