Wien. (rös) In Wien kann man sich neuerdings zum "Stadtmenschen" ausbilden lassen: Die Stadtmenschen sollen eine Erstanlaufstelle für alle werden, die Orientierung bei der Suche nach Informationen, Unterstützungsangeboten und -leistungen im sozialen Netz Wiens suchen. Der Gedanke der nachbarschaftlichen Solidarität steht im Vordergrund. Mit dem Projekt möchte die Social City Wien den Informationsfluss zwischen sozialen Organisationen, Initiativen und den Bewohnern Wiens fördern, wie die Social City Wien-Initiatorin Tanya Wehsely am Dienstag erklärte.

Der erste Kurzlehrgang der Stadtmenschen findet ab September in Kooperation mit den Wiener Volkshochschulen statt. Der Lehrgang bereitet die zukünftigen Stadtmenschen auf ihre Ehrenamtstätigkeit vor. Die Inhalte der Einführungsreihe zielen neben der inhaltlichen Auseinandersetzung vor allem darauf ab, kommunikative Fähigkeiten für das Orientierungsgespräch mit den KlientInnen zu vermitteln. Dabei stehen Exkursionen zu und Fachvorträge von verschiedenen sozialen Institutionen im Fokus.

Erstmals öffentlich vorgestellt wurde die Initiative von Sozialstadträtin Stadträtin Sonja Wehsely, dem Leiter der Stabstelle Social Banking und Mitglied des Vorstandes der Zweiten Sparkasse Günter Benischek sowie vom Landesdirektor der Wiener Städtischen Versicherung Hermann Fried und vom Volkshochschulen-Geschäftsführer Mario Rieder.

"Wien hat ein großes soziales Netzwerk. Vielen Menschen fällt es jedoch oft schwer, sich darin zurechtzufinden", betonte Tanja Wehsely. Die Stadtmenschenwürden den Menschen dabei helfen, sich zu orientieren. Die Beratung finde niederschwellig und auf Augenhöhe statt. "Jeder von uns benötigt ab und zu Hilfe. Wir sind die Menschen einer Stadt und haben verschiedene Stärken - gemeinsam können wir uns gegenseitig helfen", so Wehsely.

Social City Wien will Projekte in Wien entwickeln, die gesellschaftliche Innovation möglich machen und Vernetzung zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik schaffen.

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