Ein für die IG Kultur verwandtes Thema ist die (Zwischen-)Nutzung von leerstehenden Gebäuden in Wien. Diesbezüglich brachte sie eine Bürgerinitiative ein, die momentan in im Nationalrat auf Bearbeitung wartet. Darin wird gefordert, dass leerstehende Räume, aber einer gewissen Zeitspanne für nichtkommerzielle Nutzung geöffnet werden sollen.

Das Wort Zwischennutzung findet sich im Text der Initiative kein einziges Mal. "Zwischennutzung ist für uns schon auch ein Thema. Manche Initiativen brauchen Raum nur für begrenzte Zeit. Aber die meisten Initiativen, die sich auf Zwischennutzung einlassen, suchen etwas Langfristiges und es ist eine Notlösung für sie", so Willi Hejda.

Bedeutet das nun, das jeder Eigentümer, der sich auf Zwischennutzung einlässt, fürchten muss, sich in einer ähnlichen Situation findet, wie die Eigentümer des mo.e Hauses? Hejda glaubt das nicht. Es gäbe sehr unterschiedliche Arten von Raumbesitzern und in den meisten Fällen funktioniere die Zusammenarbeit gut.

Hilfe bei Zwischennutzung


Vonseiten der Stadt Wien wurde eine Maßnahme gesetzt, die vor allem die Kommunikation und das Zusammenführen von Gebäudeeigentümern und potenziellen Zwischennutzern zu verbessern. Eine eigens dafür eingerichtete Agentur soll noch im ersten Quartal dieses Jahres die Arbeit aufnehmen und sich unter anderem darum kümmern, Vertrauen zu schaffen und Überzeugungsarbeit zu leisten, damit leerstehende Räume einem sinnvollen Nutzen zugeführt werden können.