Wien. Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat am Samstag Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Verkauf von Teilen des Semmelweis-Areals zurückgewiesen. "Alle Vorränge korrekt", hieß es in einer Aussendung. Und: Der KAV verwerte Immobilien, die im Rahmen des Spitalsbetriebes nicht mehr genützt werden, nicht prinzipiell selbst. Bürgermeister Michael Häupl habe die "Wiener Zeitung" an die KAV verwiesen: "Für die Grundstücke des Semmelweis-Areals ist allein der KAV zuständig. Sie müssen dort nachfragen. Das ist nicht meine Angelegenheit."

Der KAV stellte allerdings fest, dass man bei freiwerdenden Grundstücken entweder die Wiener Standortentwicklung WSE mit der Erstellung von Nachnutzungskonzepten beauftrage oder den Leerstand an das Immobilienmanagement der Stadt Wien, Magistratsabteilung 69 melde. Das sei auch die Vorgangsweise bei der Verwertung der nicht mehr benötigten Teile der Semmelweis-Frauenklinik gewesen, "da die Befassung mit der Verwertung von Immobilien klarerweise keine Kernkompetenz des KAV ist". Denn der KAV sei Betreiber von Akutspitälern, Pflegewohnhäusern und Geriatriezentren, hieß es in der Aussendung.