Die Super Constellation Flyers Association, kurz SCFA, ist flugbegeisterten Privatleuten aus der Schweiz zu verdanken: Im Frühjahr 2000 gründeten sie die SCFA in Basel als Verein mit dem Ziel, eine Super Connie zu erwerben, flugfähig zu machen und sie dann in der Schweiz mit Passagieren zu betreiben. 16 Jahre, etliche tausend Arbeitsstunden und einen vielstelligen Frankenbetrag später sind aus der kleinen Schar von Enthusiasten heute rund 3400 Mitglieder geworden, die sich unterstützt von mehreren Sponsoren dem Erhalt ihres außergewöhnlichen Airliners widmen.

Die Maschine ist allerdings rechtlich gesehen ein Vereinsflugzeug. Aus diesem Grund dürfen nur Mitglieder der SCFA mitfliegen. Jeder Luftfahrtfan kann aber für 120 Franken Jahresbeitrag Mitglied werden und dann bei einem der angebotenen Flüge mitfliegen, der Preis ist dann je nach Flugdauer- und Ziel gestaffelt.

Am 11. September setzt dann wieder die ungeheure Faszination dieses Klassikers ein, sobald sich die Motoren am Wiener Airport für den Rückflug ins schweizerische Basel zu drehen beginnen. Dann erwacht die Maschine zum Leben. Vibrationen, Geräusche und sogar Gerüche werden vom Passagier wahrgenommen, wie es keine moderne Boeing oder Airbus vermag. Und nach dem Abheben geht die Super Connie äußerst sanft im Vergleich zu modernen Jets in einen flachen Steigflug.

Keine Anschnallpflicht


Während des Flugs mit dem Oldie brauchen die Passagiere auch nicht angeschnallt bleiben, sondern dürfen frei in der Kabine hin und her schlendern. So können sie aus möglichst vielen verschiedenen Perspektiven nach draußen schauen. Wer während des Flugs in das nicht abgeschlossene Cockpit schaut, gerät erst recht ins Staunen: Ein Großteil der Anzeigen und Bedienhebel sind original aus den Fünfzigerjahren erhalten. Und hinter den beiden Piloten sitzt heute genau wie früher ein Flugingenieur, der vor allem den Lauf der vier Motoren synchronisiert und sie während der Reise überwacht.

Stationiert ist der 37 Meter Spannweite messende Klassiker in den Sommermonaten am französisch-schweizerischen Airport Basel-Mulhouse. Im Winter, wenn nicht geflogen wird, bildet ein großer Hangar am eidgenössischen Flughafen Zürich das temporäre Zuhause der Maschine.

Ihr Name "Star of Switzerland" könnte jedenfalls nicht treffender gewählt sein: Eine Schönheitskönigin im Alter von 61 Jahren, die heute noch ihr Publikum begeistert, hat sich diesen Titel redlich verdient.

Weitere Informationen auf www.superconstellation.org