Hoffnung auf weitere Verhandlungen

Der Anfang Dezember im Gemeinderat gefasste Beschluss, die Verknüpfung der Linien S45 und S80 zu einem Wiener Schnellbahn-Ring mit den ÖBB nachzuverhandeln, gibt der Bürgerinitiative jedenfalls ein wenig Hoffnung. Dies könnte bedeuten, dass zumindest die geplante S80-Station von der Hietzinger Hauptstraße nach Unter St. Veit und damit U4-Nähe, verlegt wird.

Auch einige namentlich nicht genannte Bezirks- und Gemeinderatspolitiker mit denen Grassl gesprochen hat, würden dies bevorzugen, erzählt er. Im Büro der Hietzinger Bezirksvorsteherin wird betont, dass die Verlegung der S-Bahn-Station geprüft werden soll. Laut ÖBB ist der Linienzusammenschluss aktuell jedoch weder Projektinhalt noch Vertragsbestandteil mit der Stadt.

Auch seitens der Stadt Wien wird darauf aufmerksam gemacht, dass die "wirklich notwendige" Attraktivierung der S80 Vorrang habe. Erst dann könne die Verknüpfung der beiden Linien angegangen werden, auch unter der Einhaltung ökonomischer Verhältnismäßigkeit.

"Dabei muss aber auch bedacht werden, dass die bisherige Bahntrasse bereits mehr als 100 Jahre alt ist. Dass eine Sanierung im Wohngebiet um einiges kostspieliger sein wird als auf der grünen Wiese, ist klar", heißt es dazu im Büro der Bezirksvorstehung Hietzing. Sowohl Stadt als auch Bundesbahnen sehen die Lebensqualität durch das Projekt jedenfalls nachhaltig gefördert - die Bürger und der Bezirk sind weiterhin skeptisch.