Christoph Fasching verteidigte seine Arbeit. - © apa/Pfarrhofer
Christoph Fasching verteidigte seine Arbeit. - © apa/Pfarrhofer

Wien. Am Tag nach der Befragung des Energetikers Christoph Fasching vor der Untersuchungskommission zum Wiener Krankenhaus Nord kritisierte die Wiener ÖVP einmal mehr das "Managementdebakel" des Krankenanstaltenverbundes (KAV): "Die Befragung von Fasching zeigt das Chaos und das Organisationsversagen beim KH Nord. Zwei Führungspersonen des KAV haben für sich offenbar ein ‚persönliches Coaching‘ um 95.000 Euro an Steuergeld beauftragt. Damit müssen sich die Gerichte beschäftigen", erklärte Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec.

Fasching hatte nämlich ausgesagt, dass der so oft kritisierte "energetische Schutzwall", den er um das KH Nord errichtet habe, nur ein "Nebenprodukt" seiner Arbeit gewesen sei. Vielmehr habe er über einen Zeitraum von vier Monaten die Projektleitung begleitet und beraten. Er verteidigte im Zeugenstand seine Arbeit: "Ich möchte nicht wissen, wie viele Millionen man sich durch unsere Arbeit gespart hat."

Die Auftragssumme von 95.000 Euro möchte sich der KAV aber wieder zurückholen, wobei auch rechtliche Schritte im Raum stehen. Der KAV vermisst u.a. eine Dokumentation der Leistungen. Dem widersprach allerdings der Energetiker: Er habe dem KAV ein 15-seitiges Angebot mit "klar definierter Leistung" vorgelegt sowie nach Abschluss der Arbeit auch ein Protokoll von 36 Seiten übermittelt, erklärte er.