- © FPÖ Groß-Enzersdorf
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Groß-Enzersdorf. In den "politischen Schmutzkübel" habe die SPÖ gegriffen, echauffierte sich FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky am Sonntag nach dem Familienfest der Roten in Groß-Enzersdorf. Der Stein - oder besser: die Dose - des Anstoßes waren die Konterfeis der vergangenen Regierung, von Sebastian Kurz bis Herbert Kickl, die man beim Dosenschießen "abräumen" konnte. Auf Instagram tauchte ein Foto von Niederösterreichs SPÖ-Chef Franz Schnabl und der Groß-Enzersdorfer Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec neben dem Dosenschießen auf.

Die Reaktion der FPÖ ließ nicht lange auf sich warten: Vilimsky forderte eine Entschuldigung von SPÖ-Chefin Rendi-Wagner: "Auch wenn wir uns am Beginn des Wahlkampfes befinden, erwarte ich mir auch von der SPÖ ein Mindestmaß an Niveau im politischen Diskurs." Auch die FPÖ Groß-Enzersdorf meldete sich auf Facebook zu Wort: "Tja, ist das der Stil der hiesigen SPÖ? Schämt Euch, ein Familienfest für derart grausliche und widerliche Politik zu missbrauchen!"

Die Sozialistische Jugend (SJ) Bezirk Gänserndorf hat sich am Montag dann für ihre Aktion auf dem Familienfest in Groß Enzersdorf entschuldigt. Die Aktion sei nicht vorher mit dem Veranstalter abgesprochen gewesen, wurde in einer Aussendung festgehalten.

SJNÖ-Landesvorsitzende Melanie Zvonik bezeichnete die Reaktionen auf das Dosenschießen als "völlig überzogen": "Unsere Aktionen sind oft provokant und nicht alle finden sie witzig." Während die Aktion der SJ "niemandem geschadet hat, leiden viele Menschen unter den Folgen der türkis-blauen Kürzungspolitik. Diese Tatsache kann man auch mit Ablenkungsmanöver nicht unter den Teppich kehren", meinte Zvonik.