Der Finanzstadtrat betonte heute, dass trotz Konsolidierung auch gezielt investiert werden soll. "Wir werden größer, wir müssen investieren." Für das Kernmagistrat seien Investitionen in der Höhe von 1,44 Milliarden Euro vorgesehen, inklusive der städtischen Unternehmungen wie Wien Holding oder Wiener Stadtwerke gar 2,46 Milliarden Euro. Hier einige Details: Für den Krankenanstaltenverbund (KAV) sind Investitionen in der Höhe von 275 Millionen Euro geplant - u.a. zur Fertigstellung der Kinder- und Jugendpsychiatrie im AKH. 74 Millionen Euro sollen in den U-Bahn-Ausbau fließen, 25 Millionen Euro in den S-Bahn-Ausbau. Überdies werden bis Herbst 2020 140 neue Schulklassen gebaut.

Eigenes Klimabudget

Neu ist auch ein Klimaschwerpunkt und ein eigenes Klimabudget. Dazu werden alle klimarelevanten Maßnahmen in einem eigenen Kapitel veranschaulicht. Dort ist ersichtlich, dass beispielsweise 695 Millionen Euro für den "umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr" bereitgestellt, 89,5 Millionen Euro für "klimafreundliche Wohnhaussanierungen" oder 64 Millionen Euro für den Erhalt und die Erweiterung der Grünflächen und Wälder in der Stadt bereitgestellt werden.

Ausführlich diskutiert wird das 500-seitige Zahlenwerk am 25. und 26. November im Wiener Gemeinderat. Am Ende der zweitägigen Sitzung steht dann der offizielle Beschluss des Voranschlags, der - wie in den vergangenen Jahren - wohl nur durch die Stimmen der rot-grünen Koalition erfolgen dürfte.

Hanke kündigte heute außerdem an, dass es künftig eine neue Budgetdarstellung geben werde. Grund dafür ist eine neue Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung. Kern der Umstellung ist die erstmalige Erfassung sämtlicher Vermögenswerte der Stadt. Dafür mussten etwa rund 70.000 Grundstücke, mehr als 3000 Gebäude oder 42 Millionen Quadratmeter Straßenaufbau bewertet werden. Die Eröffnungsbilanz soll im Frühjahr präsentiert werden. (apa)