Wien. Lebensmittelproduktion, Lebensmitteltransport und Lebensmittellagerung verursachen ein Viertel bis ein Drittel aller Treibhausgas-Emissionen. Und noch immer werden zu viele Lebensmittel weggeworfen. Deswegen will nun die Stadt Wien einen Lebensmittelaktionsplan auf den Weg bringen, um auch hier zum Klimaschutz beizutragen, wie Umweltstadträtin Sima und der grüne Umweltsprecher Rüdiger Maresch am Dienstag im Wiener Landtag erklärten - und einen entsprechenden Antrag zur Beschlussfassung vorlegten.

Bis 2050 um 50 Prozent weniger Essen im Müll

25 Prozent der Lebensmittel landen im Müll. - © dpa
25 Prozent der Lebensmittel landen im Müll. - © dpa

In Wien landen etwa 25 Prozent der eingekauften Lebensmittel ungenutzt im Müll. Hier will die Stadt gezielt ansetzen und die Lebensmittelverschwendung bis 2030 um 25 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent senken. "Klimaschutz beginnt nämlich am Acker und endet, nach genüsslichem Verzehr, im Magen - und nicht im Müll", meinte SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher dazu.

Die Umsetzung des Lebensmittelaktionsplans "Wien isst G.U.T." (Gesund/Genussvoll, Umwelt-/Klima- und Tierfair) soll der rot-grünen Stadtregierung zufolge im eigenen Wirkungsbereich der Stadtverwaltung erfolgen und nach Außen mit Bewusstseinsbildung und mit Unterstützung von Projekten in der Zivilgesellschaft sowie in der Gastronomie und der Produktion wirksam sein. Der Aktionsplan sei eine Ergänzung zu bereits bestehenden Programmen wie etwa ÖkoKauf, KliP, die Smart City Strategie, das Organic Cities Network Europe, hieß es am Dienstag.(rös)