Wien. Ab 2025 soll in Wien die neue U-Bahn-Linie U5 unterwegs sein - vorerst bis zum Alten AKH (Frankhplatz), zwei Jahre später über den Gürtel hinaus bis zum Elterleinplatz. Die zuständige Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) kann sich nun vorstellen, die türkise Linie mittelfristig bis zur Vorortelinie weiterzuführen und so mit der Schnellbahn zu verknüpfen. Das sagte sie am Mittwoch im Gemeinderat.

Die türkise U5 soll 2025 starten. - © YF Architekten und Franz&Sue
Die türkise U5 soll 2025 starten. - © YF Architekten und Franz&Sue

Zuvor hatte ÖVP-Mandatar Manfred Juraczka in der Fragestunde für eine derartige Verlängerung plädiert, um die U5 an die S45-Station Hernals anzubinden. "Ich kann mir vorstellen, das grundsätzlich zu unterstützen", meinte Sima. Voraussetzung dafür sei aber jedenfalls die Co-Finanzierung seitens des Bundes.

Zur Erklärung: In Wien teilen sich Stadt und Bund den U-Bahn-Bau stets zur Hälfte, wobei dies für jede Ausbaustufe verhandelt werden muss. "Wenn wir dafür die Zusage bekommen, sind wir G’schäft", sagte Sima über die Verlängerung bis zur S45.

Vergabeverfahren bis Juni

Offen ist nach wie vor, wie hoch die Kosten für den bisher fixierten Ausbau des Linienkreuzes U2/U5 - die U2 wird bis Matzleinsdorfer Platz (2027) bzw. bis zum Wienerberg (2029) - kosten wird. Die Wiener Linien mussten große Teile der Bauaufträge im Vorjahr neu ausschreiben, da die Angebote der Baufirmen zu hoch gewesen seien. Dieses neuerliche Vergabeverfahren laufe noch, berichtete die Öffi-Stadträtin heute: "Ergebnisse sind frühestens Ende Mai, Anfang Juni zu erwarten." Dann würde man auch genaueres über die Kosten sagen können.