Die Neos haben heute im Wiener Gemeinderat eine Anfrage zum Schulessen eingebracht. Wie die "Wiener Zeitung" berichtete, kommt es hier immer wieder zu Problemen. Der von  Elternvereinen favorisierte Anbieter Max-Catering käme aufgrund von "Formalismen" oftmals nicht zum Zug, stattdessen entscheide der für die Abwicklung der Verträge mit den Essenslieferanten zuständige LandesElternVerbandWien (LEVW)  "im Alleingang", dem aktuellen Platzhirschen Gourmet den Auftrag zu erteilen.

"Viele Eltern wollen Verantwortung für die Ernährung ihrer Kinder übernehmen, die Stadt stellt sich aber vehement dagegen. Schon seit längeren kritisieren wir die mangelnden Wahlmöglichkeiten und die aktuellen Entwicklungen geben uns Recht: Die Eltern sind mit dem Essen, das ihre Kinder bekommen, nicht zufrieden", so Bettina Emmerling, Bildungssprecherin von Neos Wien.

Bemängelt wird, dass das Essen, welches an Wiener Schulen auf den Tisch kommt, einen BIO-Anteil von gerade einmal 50 Prozent,hätte. "Von Regionalität will ich jetzt gar nicht sprechen", so Emmering. Geht es nach den Neos, könnte der Kriterienkatalog der Stadt Wien (dieser legt fest, welche Bedingungen Essenslieferanten erfüllen müssen) ruhig strenger sein. Was allerdings inakzeptabel wäre: dass Anbieter derzeit in der Lage sein müssen, Menüs für 8000 Kinder zu liefern. Und dass gefordert wird, dass diese Leistung bereits seit zwölf Monaten erbracht werde. "Jetzt erklären Sie mir, wie potenzielle neue Anbieter dieses Kriterium erfüllen sollen?", so Emmerling in ihrer Anfrage an den zuständigen SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky. Die Neos verlangen einen einheitlichen Kriterienkatalog und eine neue Ausschreibung.