Wien. Alle öffentlichen Parkplätze aus dem Bezirk verbannen, den Ottakringer Bach wieder an die Oberfläche holen und durch den Bezirk fließen lassen und die Bezirksvorstehung von den Bürgerinnen und Bürgern bestätigen lassen: Das sind nicht etwa Forderungen der Grünen für die kommende Wien-Wahl, das hat sich die Kleinpartei "Der Wandel" für Neubau vorgenommen. Man wolle, so Spitzenkandidat Christoph Schütter, "vorzeigen, wie Wandel in der Politik wirklich aussieht".

Kampfansage an die Grünen

Für die Bezirksvertretungswahl rechne man sich gute Chancen aus. "Fraktionsstatus erlangen und mit mehreren Bezirksrätinnen und -räten in die Bezirksvertretung einziehen" ist deklariertes Ziel. Der 7. Bezirk als urbaner Lebens- und Arbeitsraum sei geradezu dazu prädestiniert für die Umsetzung zukunftsweisender Konzepte. So soll Neubau auch Wiens erster "Superblock" werden, heißt es. Das städteplanerische Konzept zu den Superblocks wurde in Barcelona entwickelt. Als Superblock wird ein Häuserblock von rund 400 x 400 Meter Größe bezeichnet, in dem der motorisierte Individualverkehr neu organisiert wird. Dabei verhindert ein ausgeklügeltes System an Einbahnen, dass die Straßen innerhalb dieser Zone zur Durchfahrt genutzt werden. Anrainer sind davon ausgenommen, das Tempolimit beträgt 10 km/h.•