Die Wiener FPÖ hat erste personelle Weichenstellungen nach ihrem Wahldebakel am 11. Oktober getroffen: Der bisherige nicht amtsführende Stadtrat Maximilian Krauss übernimmt den stark geschrumpften Rathausklub und beerbt damit Anton Mahdalik. Den einzigen verbliebenen nicht amtsführenden Stadtratsposten besetzt künftig Parteichef Dominik Nepp. Ein Parteisprecher hat die Rochaden, über die die "Krone" am Donnerstag berichtete, der APA bestätigt.

Acht statt wie bisher 34 Mandate

Das sei im Vorstand so beschlossen worden, sagte der Sprecher. Die Blauen stürzten bei der Wien-Wahl von zuvor knapp 31 auf nunmehr gut sieben Prozent ab. Somit stehen den Freiheitlichen nur noch acht statt 34 Mandaten zu. Die Besetzung der Abgeordnetensitze und die Rollenaufteilung der Mandatare werden erst in einer konstituierenden Klubsitzung festgelegt.

Die starken Stimmenverluste haben auch Auswirkungen auf die zu vergebenden Posten. Statt vier verfügt die FPÖ künftig nur noch über einen ressortlosen Stadtrat. Außerdem ging der Anspruch auf einen Vizebürgermeisterposten, den Nepp innehatte, verloren.

Roter statt blauem Bezirksvorsteher in Wien-Simmering

Erhalten bleibt der Partei jedenfalls Paul Stadler. Der scheidende Simmeringer Bezirksvorsteher, der demnächst an seinen SPÖ-Nachfolger Thomas Steinhart übergeben muss, soll auf "ausdrücklichen Wunsch" Nepps bei der Neuaufstellung der Wiener Partei mitarbeiten, betonte der Parteisprecher.