Die scheidende Vizebürgermeisterin Birgit Hebein signalisiert nach ihrer Niederlage im Rathausklub einen vorzeitigen Abschied von der Parteispitze der Wiener Grünen. Sie werde "mittelfristig" nicht mehr Parteivorsitzende sein, sagte sie am Montag vor Journalisten - ohne dabei trotz mehrmaligem Nachfragens einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Die Gründung einer eigenen Liste schloss sie aus.

Sie wolle die inhaltliche und strukturelle Neuausrichtung der Partei, wofür ein eigener Ausschuss eingerichtet werden soll, "in den nächsten Wochen" noch begleiten und ihre Nachfolge an der Spitze "gut vorbereiten", sagte Hebein und bekräftigte damit ihre bereits am Samstag in der Landesversammlung getätigten diesbezüglichen Aussagen. Bis zu ihrem Abgang werde sie jedenfalls die Funktion der Parteichefin "ehrenamtlich" ausführen. Eigentlich wurde Hebein bis Ende 2021 in ihre Führungsposition gewählt.

Welche Rolle sie in weiterer Zukunft bei den Wiener Grünen spielen wird, sei noch völlig offen. Nur soviel: "Ich bin der Partei zutiefst verbunden und werde der grünen Idee treu bleiben." Die Gründung einer eigenen Partei sei "völlig ausgeschlossen". (apa)