Wien. Während ein Teil der Lipizzaner sich auf Dienstreise in Paris befindet, wo sie von Freitag bis Sonntag ihr Können zeigen, verstummen die kritischen Stimmen an der Leitung der Spanischen Hofreitschule, insbesondere an der Generaldirektorin Elisabeth Gürtler, nicht. So sagte unter anderen Josef Offenmüller, Sprecher des "Freundeskreises der Spanischen Hofreitschule" am Wochenende in der ORF-Sendung "Erlebnis Österreich", dass die Hofreitschule zu einer reinen touristischen Show verkomme, das reiterische Niveau dramatisch gesunken sei und Pferde und Bereiter durch den Kommerzialisierungsdruck ausgebeutet würden.

Neben der Fundraising-Gala (Bild) brachte die Erhöhung der Vorführungen, die Tourneen und das Merchandising der Spanischen Hofreitschule viel Geld ein - Kritiker sprechen aber von nachlassender Qualität durch Kommerzialisierungsdruck. - © APAweb / Georg Hochmuth
Neben der Fundraising-Gala (Bild) brachte die Erhöhung der Vorführungen, die Tourneen und das Merchandising der Spanischen Hofreitschule viel Geld ein - Kritiker sprechen aber von nachlassender Qualität durch Kommerzialisierungsdruck. - © APAweb / Georg Hochmuth

Gürtler ist Anfang Juni 2012 für weitere fünf Jahre zur Generaldirektorin bestellt worden. Immerhin schrieb das Traditionsunternehmen 2011 erstmals in seiner Geschichte schwarze Zahlen und konnte einen Gesamterlös von 10,2 Millionen Euro lukrieren, über Merchandising wurden 1,07 Millionen Euro eingenommen.

Gürtler will in der ORF-Sendung den Vorwurf der gesunkenen Qualität nicht gelten lassen: "Ich glaube, beurteilen zu können, ob ein Pferd korrekt geht oder nicht. Das ein Pferd einmal einen Fehler machen kann, ist selbstverständlich, Pferde sind keine Maschinen."