Wien. (iw) Sie haben lange für die Stadt auf Werkvertragsbasis gearbeitet und ihre Verträge wurden nicht verlängert: 28 freigestellte Abfallberater kämpfen seit Sommer um ihr Recht. Grund der Freistellung dürfte ein vorangegangener Streit mit dem Dienstgeber gewesen sein, als die Berater auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen hingewiesen hatten.

Die Ex-Abfallberater drohen nun mit einer Klage. "Unsere Klage gegen die Stadt Wien steht bevor", verkündeten sie am Mittwoch. Ende September hat man sich im Rahmen der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) dazu geeinigt. Seit Oktober wird die Klage vorbereitet. "Traurig aber wahr, es scheint der einzige Weg zu sein, zu unserem Recht zu kommen." Die ehemaligen Abfallberater fordern Anstellungen statt Umgehungsverträge.

Seitens der Stadt Wien besteht Gesprächsbereitschaft nach wie vor. Allerdings gehörten zum Reden immer zwei, heißt es zur "Wiener Zeitung". "Wir haben konkrete Jobangebote gemacht, welche dem Tätigkeitsprofil der bisherigen Abfallberater gemäß Besoldung beim Magistrat entsprechen."

"Zum Reden gehören zwei"


Diese wurden ohne Begründung abgelehnt. Die MA 48 habe Angebote an die Berater gerichtet, "die leider nicht wahrgenommen wurden", so Umweltstadträtin Ulli Sima zur "Wiener Zeitung". Die Abfallberatung soll künftig vom eigenen Personal und nicht extern durchgeführt werden.