Die Kaisermühlner


wollen eigenen Biomarkt


Ab dem kommenden Frühjahr wollen auch einige Kaisermühlner einen Biomarkt auf die Beine stellen. Wie Heidi Sequenz, Obfrau der Donaustädter Grünen, erzählt, steht man der Idee in der Genossenschaft der Donau City aufgeschlossen gegenüber. Einen Winter werde man noch durchs Land ziehen lassen, um danach loszulegen und auch den Bewohnern Transdanubiens, die jenseits des Donauparks leben, biologische Nahversorgung bieten zu können.

Der europaweit größte reine Biobauernmarkt findet übrigens jeden Freitag und Samstag im ersten Bezirk statt. Vor 20 Jahren hat auch er klein angefangen: mit einem Fest am Hof und später ein paar Ständen auf der Freyung. Inzwischen bieten um die 25 bis 30 Standler, unter ihnen der Biohof Adamah, seit dem Vorjahr wöchentlich Nahversorgung vor allem für Bewohner und Anrainer des ersten Bezirks. Viele Käufer kommen aber vor allem auch aus dem 3. und 21. Bezirk, erzählt Vereinsobmann Günter Bartl. Der 60-Jährige, der selbst einen landwirtschaftlichen Bio-Gartenbaubetrieb leitet, kümmert sich unter anderem um Organisation, Auf- und Abbau, Gespräche mit Marktamt - die Freyung ist öffentliches Gelände - usw. So unterschiedlich die Biomärkte in der Stadtmitte und am Stadtrand auch sind, so schaffen sie es nicht zuletzt alle, kleinere Bauern aus der Region zu stärken. Und auch wenn die Grätzel-Biomärkte im 21. und 22. Bezirk vielleicht nie so groß werden wie der auf der Freyung, gelingt es Tupy, Soykan und Co doch, ein kleines Lauffeuer zu entfachen - und das heißt: "Gestalte dein Lebensumfeld so, wie du es gerne hättest".