Wien. Mit einer monatlichen Miete von 370 Euro pro Quadratmeter rangiert der Kohlmarkt in der Innenstadt auf Platz 11 der teuersten Einkaufsstraßen der Welt. Auch der Graben und die Kärntner Straße, die sich im selben Bezirk befinden, sind mit Mieten von 300 Euro/m2 ein teures Pflaster. Das ermittelte das Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield. Das als Luxusaushängeschild der Stadt angedachte "Goldene Quartier" scheint hingegen nicht in den weltweiten Topplatzierungen auf.

Upper Fifth Avenue
in New York auf Rang 1


Weltweit den Spitzenplatz belegt die Upper Fifth Avenue in New York City mit einer Monatsmiete von 2485 Euro/m2. Sie verwies damit Hongkongs Causeway Bay (1942 Euro/m2) auf den zweiten Platz. Unverändert auf Rang 3 lag die Pariser Champs Élysées (1104 Euro). Mietpreissteigerungen um 25 Prozent haben die Pit Street Mall (721 Euro) in Sydney von Platz 8 auf Platz 5 klettern lassen. Weltweit stiegen die Mieten in den Top-Einkaufslagen zwischen Oktober 2013 und September 2014 um durchschnittlich 2,4 Prozent. Die Mieten am Kohlmarkt blieben gegenüber 2013 unverändert hoch, jene in der Mariahilfer Straße sanken sogar um 10 Prozent auf 135 Euro/m2 im Monat, geht aus der Erhebung in 330 Einkaufsmetropolen in 65 Ländern hervor.

Unter den teuersten Einzelhandelsstandorten in Österreich befinden sich auch die Landstraße in Linz mit Mieten von 130 Euro/m2, Salzburgs Getreidegasse mit 125 Euro/m2 sowie die Herrengasse in Graz und die Maria Theresienstraße in Innsbruck mit je 110 Euro monatlicher Miete. Teuerster deutschsprachiger Standort ist die Bahnhofsstraße in Zürich (621 Euro/m2 im Monat) - sie rangiert im weltweit auf Platz 9.

Mietpreissteigerungen
in USA am stärksten


Der amerikanische Kontinent verbuchte mit 5,8 Prozent das stärkste Wachstum im Spitzensegment. In der Region Asien-Pazifik stiegen die Mieten im Schnitt um 3,6 Prozent, wobei sich der traditionell lebhafte Markt in Hongkong durch den Rückgang der Einzelhandelsausgaben und einem geringeren Anstieg der Touristenzahlen schwächer zeigte, analysiert Cushman & Wakefield. In Europa stiegen die Spitzenmieten durchschnittlich um 2,3 Prozent. In der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) lag der Anstieg bei 1,3 Prozent, was auf den starken Einbruch im Nahen Osten zurückzuführen sei.