Brüssel. Yoga auf dem Fahrrad, Liegewiese statt Autos auf der Ringstraße, Lastenfahrräder als mobile Küchen. Die zahlreichen Events in Wien während der Mobilitätswoche im September und die verkehrsberuhigte Umgestaltung der Mariahilfer Straße, verschafften der Bundeshauptstadt nun eine Top-Position beim Award der Europäischen Mobilitätswoche (European Mobility Week) in Brüssel. Gemeinsam mit der spanischen Stadt Murcia kam Wien in die Top 3. Der dritte Finalist, die schwedische Stadt Östersund, gewann den Preis.

"Diese Städte zeigen kreative Wege auf, wie die urbane Umwelt verbessert werden kann", sagte Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr. Karl Falkenberg, Leiter der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission ergänzte: "Frische Luft zu atmen darf nicht zu viel verlangt sein." Luftverschmutzung würde noch immer das Leben zu vieler Europäer verkürzen. Der größte Teil dieser Verschmutzung komme vom Individualverkehr.

Die schwedische Studenten-Stadt Östersund setzte sich in den vergangenen Jahren dafür ein, dass Studierende auf das Auto verzichten. So dürfte unter anderem die Beteiligung an dem Projekt "Grüne Autobahn" - eine 440 Kilometer lange Verbindung nach Norwegen mit 900 Ladepunkten für Elektro-Autos - die EU-Jury überzeugt haben. In die Top 3 schaffte es auch Murcia. Die Stadt stellt derzeit unter anderem alle kommunalen Fahrzeuge auf Gasantrieb um.