Wien. Die Suche nach der perfekten Wohnung kann frustrierend sein. Fast ist sie mit jener nach dem richtigen Partner vergleichbar. Balkon, Mietpreis, Kindergarten- und Öffi-Nähe, die Parameter sind mannigfaltig und kaum jemand will bei den eigenen vier Wänden grobe Abstriche machen. Schließlich lässt man sich auch nicht auf einen humorlosen Partner ein, wenn man gerne und viel lacht. Das Wiener Jungunternehmen "zoomsquare" ist eine Art "Parship" für die Wohnungssuche und spuckt nach gewünschten Kriterien passende Angebote für das Traumdomizil aus.

Einfach Größe und Budget eingeben

Als besonderes Feature hat das Immobilien-Startup vor kurzem die Wiener U-Bahn Mietpreiskarte veröffentlicht, die die durchschnittlichen Wohnpreise pro Quadratmeter rund um die einzelnen U-Bahn-Stationen liefert. "Wir haben eine Technologie gebaut, die anzeigt, wo eine Immobilie genau liegt. Oft ist das bei der Internetsuche nicht gut beschrieben", sagt Bernhard Holzer, Marketing- und PR-Chef von "zoomsquare" zur "Wiener Zeitung". Man habe sich die zentrale Frage gestellt: Wonach suchen die Leute eine Wohnung? Die Antwort lautete sehr häufig: U-Bahn-Nähe. "Weil viele heute kein Auto haben. Der U-Bahn Mietpreisrechner war somit das Ergebnis von umfassendem Userfeedback", sagt Holzer.


Links
zoomsquare
U-Bahn Mietpreiskarte
wienerzeitung.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Es funktioniert ganz einfach: Wunschgröße und verfügbares Budget eingeben. Die Karte zeigt automatisch jene Viertel der Wunschbezirke mit lachendem oder traurigem "Smiley" an, die infrage oder nicht infrage kommen. Mit einem Klick kommt man dann zu den Immobilienangeboten. Erfrischend neu ist daran, dass die Karte auch Hundezonen, Schulen, Citybike-Leihstellen und Ähnliches inkludiert.

Wöchentlich aktualisierte Daten

Die Daten basieren auf den Angebotspreisen von 100.000 Immobilienanzeigen und werden wöchentlich aktualisiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Immobilienplattformen werden sie nicht nach Bezirken, sondern nach Vierteln unterteilt. Der Vorteil: Man erhält Wohnungsangebote in Grätzeln, die man bisher nicht auf dem Schirm hatte. Bisher erstellt wurden für Wien noch die S-Bahn-Karte, und eine Karte für Salzburg - hier orientiert sich die Suche am O-Bus-Netz. In Planung seien Linz und Graz, wo Straßenbahnstationen als tragende Achse gelten. Der Spitzenreiter für’s große Börserl ist übrigens die U3 Stubentor (19,1 Euro pro Quadratmeter). Am günstigsten wohnt es sich bei der U4 Hütteldorf und U6 Erlaarer Straße mit jeweils 11,9 Euro pro Quadratmeter.