Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou auf dem Weg zu Michael Häupl. apa/Fohringer
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou auf dem Weg zu Michael Häupl. apa/Fohringer

Wien. Drei Tage nach der geschlagenen Wahl beginnen nun die ersten Parteiengespräche. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte ja angekündigt, mit allen künftig im Gemeinderat vertretenen Fraktionen reden zu wollen.

Häupl und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) haben sich gestern, Mittwoch, zum ersten Mal nach der Wahl getroffen. Es sei ein "gutes Gespräch in vertrauter Atmosphäre und vertrauter Zusammensetzung gewesen", bekundeten beide unisono nach Ende des mehr als einstündigen Treffens. Inhaltliches wollten sie aber nicht preisgeben. Zum Vier-Augen-Gespräch trafen sich Häupl und Vassilakou nicht. Der Stadtchef hatte SPÖ-Landesparteisekretär Georg Niedermühlbichler und Klubobmann Rudolf Schicker an seiner Seite. Die grüne Vizebürgermeisterin kam mit Landessprecher Georg Prack und Klubchef David Ellensohn.

Wahlrechtsrefom-Andenken


Danach folgte noch ein Gespräch mit den Neos. Heute, Donnerstag, folgen ÖVP und FPÖ. Konkrete Koalitionsverhandlungen mit ÖVP und Grünen - die FPÖ hatte Häupl a priori ausgeschlossen - starten voraussichtlich nächste Woche. Noch-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus hatte im Vorfeld angekündigt, im Zuge des Treffens ein Ressort für sein künftiges nicht amtsführendes Vizebürgermeisteramt fordern zu wollen. Konkret stellt er sich die Sicherheitsagenden vor

Hätte sich die rot-grüne Wiener Regierung auf die Wahlrechtsreform vor der Wahl geeinigt, hätte das nicht nur die SPÖ, sondern auch die FPÖ zwei Mandate gekostet. Die kleineren Parteien wären besser ausgestiegen: Die ÖVP mit zwei zusätzlichen Sitzen, Grüne und Neos mit je einem mehr, hieß es laut Arge Wahlen.