Wie sieht die Zukunft des Hipsters aus? Wird es ihn so wie er uns heute entgegentritt in fünf Jahren noch geben?

Wahrscheinlich nicht. Das ständige Bemühen um Abgrenzung in Kombination mit dem Einfluss des Typus führt dazu, dass er sich immer neu erfinden muss. Zum Beispiel wirbt der Tourismusverband des Landes Bayern mit so jemanden. In jeder zweiten oder dritten Reklame tritt der Hipster auf. Die Hipster-Ästhetik ist also bereits im Mainstream angekommen. Der Hipster will sich aber vom Mainstream abgrenzen. Ich gehe daher davon aus, dass es "Undercut" und Stirnfransen, "Skinny Jeans" und ironische T-Shirts in fünf Jahren so nicht mehr geben wird. Aber das bedeutet nicht, dass die dahinter steckende Mentalität verschwindet. Das sind junge Erwachsene mit einer relativ stabilen Identität. Die Denkweise, wonach alles immer irgendwie im Fluss ist, werden sie also nicht mehr ablegen. Wie sie sich nach außen ausdrücken wird, ist unvorhersehbar.