Und was wäre geworden, wenn es mit der Polit-Karriere nicht so geklappt hätte? Juraczka würde wieder in der Privatwirtschaft arbeiten, Meinl-Reisinger als Juristin oder als Fremdenführerin, Oxonitsch im pädagogischen Bereich, wie auch vor seinem Polit-Einstieg und FPÖ-Klubchef Dominik Nepp als Prokurist im Familienunternehmen, das eines der ältesten Papierhäuser Wiens ist.

Die Politiker-Gehälter sind im Bundesverfassungsgesetz mit einer Bemessungsgrundlage von 8583,3 Euro geregelt. Daraus ergibt sich, dass Landeshauptleute, also in Wien Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Häupl, 17.166,6 Euro, amtsführende Stadträte 15.449,9 Euro, Klubobleute 12.016,6 Euro und Gemeinderäte 6523,3 Euro erhalten. Bezirksvorsteher bekommen 10.042,4 Euro, Bezirksvorsteher-Stellvertreter 4291,6 und Bezirksräte monatlich 420,6 Euro. Die Gemeinderäte müssen ihre Nebeneinkünfte offen legen - ausgenommen Pensionen und Verdienste aus gewählten Funktionen in Interessensvertretungen. Kontrolliert wird das nicht. Und es drohen auch keine Konsequenzen, wenn die Nebeneinkünfte nicht gemeldet werden. Die Liste der Nebeneinkünfte steht auf wien.at als Download bereit. Aktuell beziehen drei Gemeinderäte ein zusätzliches monatliches Brutto-Einkommen von mehr als 10.000 Euro. Ein Berufsverbot gilt für: Bezirksvorsteher, Bürgermeister, Erster Landtagspräsidenten, amtsführende Stadträte und Klubobleute.

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