Bestürzung in Wien

Auch die Wiener Politik reagierte am Freitag mit Trauer und Bestürzung auf das Ableben von Ute Bock. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) würdigte die Flüchtlingshelferin als "überzeugte Humanistin, die ihren Kontrahenten in Zeiten von Hass und Missgunst mit Warmherzigkeit und Nächstenliebe getrotzt hat". Die Stadt Wien wird der Familie ein Ehrengrab anbieten.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) nannte Bock einen "Mensch der Kultur. Der Kultur des Miteinanders". Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) trauerte um "eine Ikone der Zivilcourage". Sie habe sich immer mit ihrer ganzen Kraft für die Schwächsten der Gesellschaft eingesetzt. Aus der Wiener Stadtratsriege kondolierten außerdem Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky sowie Sozialstadträtin Sandra Frauenberger (beide SPÖ). Auch Flüchtlingskoordinator Peter Hacker trauerte um eine "langjährige Weggefährtin".

Auch ÖVP-Klubobmann Manfred Juraczka würdige Bock als "Verkörperung der kompromisslosen Hilfsbereitschaft": Ute Bock hat praktisch ihr Leben lang ihre ganze persönliche Ressource selbstlos in den Dienst von hilfsbedürftigen Menschen gestellt und sich dabei nie geschont. Ihr Einsatz für Andere ist unbestritten und verdient Respekt und Anerkennung." Die Wiener NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zeigte sich ebenso "tief bestürzt". Seitens der Wiener FPÖ gab es vorerst keine Reaktion auf das Ableben der Flüchtlingshelferin.