Wien. Die Affenhitze in der U6 wird möglicherweise bereits 2019 Geschichte sein. In den nächsten Wochen wird ein Testfahrzeug mit neuer Klimaanlage zum Einsatz kommen. Verläuft die Testphase erfolgreich, werden die restlichen unklimatisierten Züge - etwa 50 Prozent - ebenfalls aufgerüstet und somit auch klimatisiert.

Anliegen der Fahrgäste


Im Sommer heizt sich die großteils oberirdisch fahrende U6 besonders stark auf. Die Hälfte der Fahrzeuge ist momentan unklimatisiert. Dies erklärt, warum laut Stadträtin Ulli Sima für einen Großteil der U6-Fahrgäste "mehr Abkühlung eines der wichtigsten Anliegen" ist.

Die Aufrüstung mit Klimaanlage wird an einem einzigen Fahrzeug erprobt. Die Testphase wird einige Monate dauern, da die Anlage sowohl kühlt als auch heizt und sie somit auch bei kälteren Temperaturen erprobt werden muss. Nach erfolgreicher Testphase werden die restlichen Züge schrittweise nachgerüstet.

Sofortige kühlende Mittel


Um die vorerst unklimatisiert bleibenden Wägen abzukühlen, werden an den Scheiben Sonnenschutzfolien angebracht. So soll eine Temperaturverringerung von bis zu vier Grad erreicht werden. Zudem werden an den Fenstern Lüftungskiemen angebracht, die die Wägen mit mehr Durchzug und Frischluft versorgen sollen.

Seit einiger Zeit sind die Züge auch gemischt unterwegs. Das bedeutet, dass jeder Zug mindestens einen klimatisierten Wagen mit sich führt. Diese sind unter anderem an den gelben Haltestangen und den geschlossenen Fenstern zu erkennen.

Die Kosten der Nachrüstung konnten die "Wiener Linien" noch nicht nennen. Die vorläufige Lösung mit Folien und die Lüftungskiemen beläuft sich jedenfalls auf 500.000 Euro.