Wien. Ein Verbund aus Stadt, Wirtschaftskammer und der Wirtschaftsagentur will mit 3,8 Mio. Euro an Fördergeldern Geschäftsrückgänge von Kleinunternehmen abfedern, die direkt vom Bau der U5 und der Streckenverlegung der U2 betroffen sein werden. Dabei soll die Abwicklung unbürokratisch und rasch erfolgen.

Die Unternehmen hatten Sorge, dass die Umbauarbeiten ihr Geschäft beeinträchtigen könnten, meinte der Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, Gerhard Hirczi am Donnerstag. Daher wurde die "U-Bahn-Bau-Soforthilfe" beschlossen. Die Stadt und die Wirtschaftskammer werden jeweils 600.000 Euro jährlich in das Projekt investieren und damit 700 Kleinunternehmen unterstützen.

Vergabe an Kriterien geknüpft


Die Vergabe sei an gewisse Kriterien geknüpft. Das ansuchende Unternehmen dürfe eine gewisse Beschäftigungszahl sowie einen bestimmten Jahresumsatz nicht überschreiten, so Hirczi. Eine weitere Voraussetzung sei die Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann die Förderung auf zwei Schienen greifen.

Die Betriebe können bei Miet- und Betriebskostenzahlungen unterstützt werden, auch gebe es Förderungen für individuelle Maßnahmen, wie etwa die Eröffnung eines Ersatzstandorts. Die Wirtschaftsagentur wickelt die Förderungen ab. Ab 1. November kann um Unterstützung angesucht werden.