Wien. In der Debatte um den Verkauf von knapp 3000 gemeinnützigen Wohnungen wird vor allem von der FPÖ immer wieder die Rolle von Immo-Investor Michael Tojner kritisch beäugt. Er habe bei dem umstrittenen Deal die Fäden gezogen, so der Vorwurf. Tojner wies das am Mittwoch im Ö1-Mittagsjournal zurück und sprach von einem "politischen Theater".

"Der Shitstorm ist mir natürlich völlig unverständlich", äußerte sich der Immobilieninvestor, der aufgrund des Heumarkt-Hochhauses öffentlich bekannt geworden ist. Er habe keinerlei wirtschaftliche Verflechtungen mit Christian Hosp, dem jetzigen Eigentümer der Wohnbauvereinigung GFW, zu der die betreffenden Wohnungen gehören. Er berate diesen nur. Hosp war von Kritikern wiederholt als "Strohmann" Tojners bezeichnet worden.

"Jeder Mieter hat
ein Vorkaufsrecht"


Der Kaufpreis von rund 6 Millionen Euro für die rund 3000 Einheiten sei gesetzlich festgelegt, bekräftigte Tojner. Außerdem werde dabei vergessen, "dass jede Wohnung mit rund 150.000 Euro verschuldet ist und jeder Mieter bzw. Nutzer ein Vorkaufsrecht auf die Wohnung hat". Das werde bewusst verschwiegen, "um hier in der Sommerruhe ein politisches Theater zu provozieren und die Stadtregierung, die damit gar nichts zu tun hat, in ein schlechtes Licht zu rücken", zeigte sich der Investor überzeugt.