Wien. (vasa) Zwei Monate, nachdem Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) bekannt gab, eine Bausperre über die umstrittene Amadeus International School auf dem Semmelweis-Areal zu verhängen, wurde diese am Dienstag beschlossen. Sie ist jedoch wirkungslos.

Wie aus einer Anfragebeantwortung der Neos im Bauausschuss für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung von der Stadträtin bestätigt wurde, hat die Amadeus Schule bereits einen Bescheid der MA 64 (Rechtliche Bauangelegenheiten) im Juli erhalten. Innerhalb von 18 Monaten dürfen die Eigentümer nun einen Bebauungsplan einreichen. Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan bleibt damit für diesen Zeitraum aufrecht. Wie die "Wiener Zeitung" ausführlich berichtete, droht den Pavillons die Zwangsversteigerung. Der Vertrag mit der Stadt, in dem eine Bildungsnutzung festgeschrieben wurde, wäre dann hinfällig. Die Pavillons könnten in Wohnungen umgewandelt werden.

"Vassilakous Ankündigung der Bausperre ist ein reiner PR-Gag. Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß, dass die Bürgerinnen und Bürger nur getäuscht wurden", sagt Neos-Klubchef Christoph Wiederkehr. "Sie hatte wohl nie die Absicht das durchzuziehen, sonst hätte sie dem Eigentümer nicht den ganzen sitzungsfreien Sommer für die Beantragung überlassen."

FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler sagt: "Es müssen nun alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit die Immobilienspekulation verhindert wird. Vassilakous Showmaßnahme ist leider nicht effektiv." Einmal mehr fordert er die Stadt auf alle Rückkaufoptionen zu prüfen und das Areal den Wienern zurückzugeben