Wien. (rös) Auf Forderung der Wiener ÖVP findet morgen, Mittwoch, ein Sondergemeinderat zum Thema "SPÖ-System bei Immobiliendeals" statt. Denn laut ÖVP gebe es bei diesen Deals stets verschachtelte Käuferstrukturen, kaum Bieterverfahren und keine Transparenz. Und am Ende würden die Erlöse weit unter dem Wert liegen, so lautet die Kritik.

Als Beispiel nannte der nicht amtsführende Stadtrat Markus Wölbitsch am Montag etwa den Krieau-Deal. Der ursprünglich ausverhandelte Kaufpreis betrug laut seinen Angaben 32,1 Millionen Euro, tatsächlich geleistet wurden jedoch nur 17,75 Millionen Euro und damit nur die Hälfte des Preises. Und es dürfte bereits detaillierte Pläne zur Verbauung des Areals ab 2021 geben, so Wölbitsch, der von einer "Verscherbelung von Volksvermögen" sprach.

"Zum Spottpreis verkauft"

Und auch beim Semmelweis-Deal wurden laut ÖVP Immobilien auf einem Teil des Areals im Alleingang, ohne Ausschreibung und zu einem Spottpreis verkauft, so die Kritik. Gefordert werden von der ÖVP nun u.a. Bieterverfahren, verbindliche Regelungen für die Abwicklung von Immo-Deals, ein Jahresbericht über Liegenschaftstransaktionen, allgemeine Einsicht in die Eigentümerverhältnisse bei Grundstücken der Stadt - und "der Erhalt der Trabrennbahn Krieau am aktuellen Standort".