"The Eagle has landed": Buzz Aldrin und, gespiegelt im Helmvisier, Neil Armstrong, der Fotograf. - © The NASA Archives
"The Eagle has landed": Buzz Aldrin und, gespiegelt im Helmvisier, Neil Armstrong, der Fotograf. - © The NASA Archives

"Kontaktlicht. Triebwerk aus." Das waren die ersten Worte, die über Funk an die Erde gingen, kurz nachdem das amerikanische Landemodul Eagle am 20. Juli 1969 auf der Mondoberfläche gelandet war. Am Mikrofon war "Buzz" Aldrin. Erst kurz darauf fiel der berühmte Satz: "The Eagle has landed!" Zu diesem Zeitpunkt fieberten auf der Erde weltweit 600 Millionen Menschen, rund ein Fünftel der damaligen Erdbevölkerung, vor den Fernsehgeräten mit. Das scheinbar Unmögliche war möglich geworden. Die ersten Menschen waren auf dem Mond gelandet.

Wenn wir heute, 50 Jahre später, dieses epochale Ereignis Revue passieren lassen, tauchen vor unseren Augen vor allem Bilder auf, ikonische Bilder: der Abstieg der Astronauten über die Leiter der Landefähre, ein erster Fußabdruck auf dem Mondboden, weiß gekleidete Männer mit großen Rucksäcken und überdimensionalen Sichtfenstern in ihrem Helm, die amerikanische Flagge, der sandige Mondboden, die langen, harten Schatten.

Die ersten Bilder vom Mond lieferte zwar das Fernsehen, aber die bleibenden Eindrücke verdanken wir der Fotografie. Wenn wir die fotografischen Bilder dieser Mondreise im Jahr 1969 etwas genauer betrachten, wird rasch deutlich, wie wenig die Medienstrategie der NASA dem Zufall überließ. Auch ein mögliches Scheitern der Mission wurde in der Öffentlichkeitsarbeit penibel vorbereitet. Bereits am 18. Juli - die Apollo-Rakete war zu dieser Zeit bereits auf dem Weg zum Mond - hatte das US-Präsidentschaftsbüro eine Stellungnahme für den Fall eines Unglücks vorbereitet. Wenn die Rückkehr misslingen sollte, würde (so wurde erst Jahrzehnte später bekannt) Präsident Nixon folgende bedeutungsschwere Worte an die Nation richten: "Das Schicksal hat entschieden, dass die Männer, die zum Mond gingen, um ihn in Frieden zu erforschen, auf dem Mond bleiben und in Frieden ruhen werden." Und weiter würde er sagen: "Diese mutigen Männer (. . .) wissen, dass es keine Hoffnung auf Rettung gibt. Aber sie wissen auch, dass ihr Opfer der Menschheit Hoffnung macht."

Diese Stellungnahme wurde bekanntlich nicht gebraucht - auch wenn einige haarige Situationen zu meistern waren. Sechs Stunden nach der Landung war es schließlich so weit: Nun stieg der erste Mensch, Kommandant Neil Armstrong, die Stufen der Leiter hinunter und setzte seinen Fuß auf den Mondboden. Seine ersten Worte, die über Funk in die Landefähre und auf die Erde übertragen wurden, lauteten: "Ist das nicht atemberaubend! Toller Blick von hier draußen." Aldrin, der noch im Inneren der Fähre war und das Ganze über das Fenster verfolgte, pflichtete ihm bei: "Eine großartige Einöde."