Eine 5.000 Jahre alte Gletschermumie kann nicht schwitzen. Es schaut aber so aus. An einigen Stellen glänzt der Körper, den der Besucher des Ötzi-Museums in Bozen durch eine mit Thermoscheibe verglaste Wandöffnung nicht größer als ein Brotschneidebrett anschauen darf.

Wenige Momente nur darf ich auf einem kleinen Podest stehend allein mit der Leiche sein, die Warteschlange hinter mir ist lang und drängt. Umso genauer der Blick, umso gieriger das Schauen: So ausgemergelt der Körper, so filigran seine Haut und Knochen, die Tätowierungen wie ziseliert. Knäuel Mensch. Wunder Mensch. Eiskristalle schimmern auf der ledrigen Haut.

Der "Mann aus dem Eis", wie die Leiche mit Beschluss der Südtiroler Landesregierung heißt, ist immer noch der Mann im Eis. Minus sechs Grad und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit zählen seine Umgebung, während die Präzisionswaage, auf der er liegt, aufpasst, dass sich sein innerer und äußerer Zustand um kein Milligramm verändert, damit er so bleibt, wie er seit Jahrtausenden ist: Tot und trotzdem nicht weg. Gestorben und doch präsent. Gekommen, um zu bleiben.

Fundstelle in 3.210 Meter Höhe am Tisenjoch - mit Steinobelisk. 
- © Machreich

Fundstelle in 3.210 Meter Höhe am Tisenjoch - mit Steinobelisk.

- © Machreich

Ötzi schauen ist Mensch schauen. Geheimnisvoll, ein wenig erschreckend und sehr faszinierend zugleich. Als mysterium tremendum und mysterium fascinans hat die Religionswissenschaft einmal das Wesen des Heiligen beschrieben. Durch das Guckloch im Südtiroler Archäologiemuseum geht der Blick in den Tabernakel des Anthropozäns.

"Ötzi-Theater"

Der separierte Ausstellungsbereich, der abgedunkelte Raum, das Ambiente zielt darauf, jeden Anschein von "Leichenfledderei" und Sensationshascherei zu vermeiden. Das Ötzi-Fenster ist ein weltliches "Ecce homo!", ein säkulares "Sieh, der Mensch!" - und bietet einen Moment lang die Aussicht in die Einsicht: Wir sind Ötzi! Lauter Ötzis!

Das erklärt auch das riesige, weit über die archäologische, medizinische und andere wissenschaftliche Fachwelt hinausgehende Interesse an der Mumie. Knapp 300.000 Besucher kamen vor der Pandemie pro Jahr für den Ötzi-Blick ins Museum. Im März 2018 hat "der Eismann Ötzi seinen fünf millionsten Besucher in seiner ‚letzten Ruhestätte‘ willkommen heißen dürfen", meldete die damalige Presseaussendung. Die Beschreibung hinkte gewaltig. Von Ruhe ist bei Ötzi keine Spur. Die Forschungsarbeiten mit und an der Mumie hören nicht auf. Und ihre Strahlkraft ist ungebrochen, wie nicht zuletzt auch die Debatte um den aus Platzgründen geplanten Umzug des Publikumsmagneten in ein neues, größeres Museumsquartier beweist.

"Ötzi-Theater" beschreibt das vom Immobilieninvestor René Benko finanzierte und vom norwegischen Architektenteam Snohetta geplante Projekt besser: Ötzi würde laut diesem Vorhaben in einer Glaskuppel im Raumschiff-Enterprise-Design auf dem Bozener Hausberg Virgl über der Stadt thronen. Der Vergleich mit der Cristo-Redentor-Statue in Rio de Janeiro drängt sich auf. Ausgehend von einem Einkaufszentrum im Bahnhofsbereich könnten die Besucher mit einer Seilbahnverbindung zum Mann auf dem Felsen samt Restaurant und Konzertarena gondeln. Doch der Widerstand gegen den Ötzi-Berg, vor allem seitens der Bozner Kaufleute, ist groß. Sie fürchten, dass die Attraktivität der Altstadt unter der Aussiedlung leidet. Die Marke Ötzi zieht noch mehr als die Einkaufs- und Gastro-Versprechen der Bozner Lauben.

"Ötzi ist der Schlüssel, der die Tür zur Vergangenheit der Menschheit öffnet", kommentierte der für Museen und Denkmalpflege zuständige Südtiroler Landesrat vor drei Jahren die Begrüßung des fünf millionsten Besuchers. Eine gute Erklärung für das auch drei Jahrzehnte nach ihrer Entdeckung nicht nachlassende Interesse an der Gletschermumie.

Brücken ins Heute

Wer den letzten Weg dieses Mannes ins Eis nachgeht, kann darüber hinaus aber auch viel Gegenwärtiges und mitunter sogar Zukünftiges finden. Zum Beispiel den gläsernen Patienten. Mit der Entgegnung: "Mich entsetzt, dass sich keiner an die ärztliche Schweigepflicht gehalten hat. Und einige Untersuchungen habe ich als sehr indiskret empfunden. Mein Darm geht doch keinen etwas an!", ließ die "Zeit" Ötzi zum 25. Jahrestag seiner Entdeckung in einem fiktiven Interview auf die Frage antworten, ob er nicht aufgrund der Untersuchungen jeder Faser seines Körpers genervt sei.

Noch lange nicht ausgeforscht: Die Mumie des "Ötzi" wird in Sudtirol untersucht. 
- © APA / SAMADELLI / STASCHITZ

Noch lange nicht ausgeforscht: Die Mumie des "Ötzi" wird in Sudtirol untersucht.

- © APA / SAMADELLI / STASCHITZ

Dank dieser Indiskretionen bleibt der Mann aus dem Eis aber kein Faktotum aus der Welt von vorvorgestern, sondern viele Ergebnisse der Untersuchungen schlagen Brücken ins Heute. Zum Beispiel, dass Ötzi gleich drei Verkalkungen im Herzbereich sowie Verkalkungen im Bereich der Halsschlagader und an den Arterien der Schädelbasis hatte. Die gemessene koronare Kalklast sei mit der eines 40- bis 50-jährigen hellhäutigen Mannes aus heutiger Zeit vergleichbar, heißt es in der am Bozner Krankenhaus durchgeführten Radiologie-Studie.

Da Ötzi keine überwiegend sitzende Lebensweise führte, schlussfolgert das Radiologen-Team, dass die genetische Anlage ein wichtiger Auslöser für Arteriosklerose, sprich die krankhafte Einlagerung von Cholesterin und anderen Fetten in die innere Wandschicht der Blutgefäße sei. Wie sehr doch die Diagnose der Ötzi-Nachsorgeuntersuchung gegenwärtigen Vorsorgeuntersuchungen bei Männern dieser Alterskohorte gleicht!

Doch Ötzi ist dabei freilich mit einem für Nicht-Mumien schwer einholbaren Rekord voran: Nach 30 Jahren am Seziertisch der Wissenschaft ist er der bestuntersuchte Patient der Welt. Zu Lebzeiten war er etwa 1,60 Meter groß, hatte Schuhgröße 38 und wog rund 50 Kilogramm. Der Mann hatte braune Augen, braune Haare und Blutgruppe 0.

Eiskalter "Cold Case"

Die DNA-Analysen, Stereolithografie, CT- und endoskopischen Untersuchungen haben neben den ungesunden Verkalkungen noch eine weitere lange Leidenslitanei zutage gefördert: Karies, Parodontitis, Borreliose, Laktoseintoleranz, Gallensteine, Würmer... Die Untersuchungen seines Fingernagels ergaben, dass Ötzis Immunsystem in den Monaten vor seinem Tod starken Stresssituationen ausgesetzt war - so viel zum Thema gute, ruhige alte Zeit. Ein verheilter Serienrippenbruch, ein Nasenbeinbruch, ein vermutlich unfallbedingt abgestorbener Frontzahn und Erfrierungen an der linken Zehe deuten darauf hin, dass er bereits vor seinem letzten Gang im alpinen Gelände unterwegs gewesen und dabei zumindest einmal abgestürzt ist. Bis auf die erfrorene Zehe könnten diese Verletzungen aber auch von Raufhändel oder aus Kampfsituationen stammen.

Wegweiser zur Fundstelle. - © Machreich
Wegweiser zur Fundstelle. - © Machreich

Warum sich Ötzi auf seinen letzten Weg machte, ist eines der wenigen Geheimnisse, die sich der Mann aus dem Eis noch nicht entlocken ließ. Die Pfeilspitze in seiner linken Schulter, das Schädel-Hirn-Trauma kurz vor seinem Tod und tiefe Schnittwunden an seiner rechten Hand zeigen aber, dass definitiv Gewalt im Spiel war. Auch der Tod des Mannes aus dem Eis passt damit nur zu gut für aktuelle Zeitläufte. Ötzi schauen ist leider auch in dieser Hinsicht Mensch schauen.

War er auf der Flucht? Vor wem, vor was? Gegen die Fluchttheorie spricht für den deutschen Profiler Alexander Horn, der vom Ötzi-Museum mit der kriminaltechnischen Untersuchung dieses sehr kalten "Cold Case" beauftragt wurde, dass Ötzi seinen Bogen nicht einsatzbereit mit sich führte und eine Rast samt ausgiebiger Jause eingelegt hatte: "Denn wer auf der Flucht ist, hat keine Zeit, sich hinzusetzen und in Ruhe zu essen." Ötzi hatte kurz vor seinem Sterben wohl kein Bedrohungsempfinden oder das Gefühl, sich verteidigen zu müssen.

Dass der Pfeilschuss auf ihn aus größerer Distanz und von hinten erfolgte, "deutet auf Heimtücke hin", vermutet der Kriminologe: "Für mich schaut es so aus, als wäre das, was wir da oben finden, die Fortsetzung von dem, was weiter unten stattgefunden hat", erklärte Horn bei der Präsentation seiner Rekonstruktion des Tathergangs: "Die Emotionen, die zu Tötungsdelikten führen, haben sich bei allem Fortschritt im Lauf der Geschichte also nicht wirklich verändert - letztlich sind die Ursachen für schwerwiegende Gewaltdelikte immer Kränkungen, Neid, Rache oder divergierende Überzeugungen."

Besser "Schnalsi"

Steigt man durch das Südtiroler Schnalstal zur Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch, liegt der Marchegghof ein wenig taleinwärts von der Abzweigung, an der sich der Weg zum Alpenhauptkamm in steilen Serpentinen hinauf schlängelt. Der Bergbauernhof bildete die Drehkulisse für den Schnee-Western "Das finstere Tal", mit Tobias Moretti in einer der Hauptrollen, bei dem das düstere Geheimnis einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft und ihres Patriarchen in ein filmisches Gewalt- und Todes-Stakkato mündet.

Rund 1.200 Höhenmeter oberhalb des Marchegghofes ist Ötzi zu Tode gekommen. Wenn die Sonne passend steht, funkelt die blechern-goldene Doppelpyramide, die den steinernen Obelisken an der Fundstelle krönt, ins - abseits der Filmwelt - alles andere als finstere Tal. Diesen Blick hinauf hat bereits Ötzi gemacht.

Denn auch wenn dem Wiener Journalisten Karl Wendl mit der Kreation des Namens "Ötzi" ein Geniestreich gelungen ist, würde der Name "Schnalsi" dem Mann aus dem Eis mehr gerecht. Denn er ging nicht aus dem Ötztal hinauf zum Sterben, sondern er ist aus dem Süden, über die Schlucht am Eingang des Schnalstales, zu seinem letzten Gang aufgebrochen. Zu diesem Ergebnis kam ein Team des Instituts für Botanik der Universität Innsbruck, das die Moosarten analysierte, die am Ötzi-Fundort nicht wachsen können, von ihm also mitgebracht wurden und Rückschlüsse auf seine Route ermöglichen.

Besonders der Nachweis des Glatten Neckermoos und einer Art der Torfmoose werteten die Forscher als einen Beleg für ihre "Er kam aus dem Süden"-Theorie. So wie das Kupfer, aus dem Ötzis Beilklinge hergestellt wurde, aus Mittelitalien, genauer aus dem Raum der Süd-Toskana stammt. Mit Hilfe der Radiokarbonmethode wurde das Alter des Beils auf 3.346 bis 3.011 Jahre vor Christus festgelegt. Die Entdeckung revolutionierte die bisherigen Annahmen über den Kupferhandel im alpinen Raum und die kulturellen Kontakte im 4. Jahrtausend vor Christus.

Vernetzte Welt

Bisher ging man davon aus, dass Metalle wie Kupfer hauptsächlich aus Lagerstätten im heutigen Südtirol, Trentino, in Österreich, Deutschland, der Slowakei und dem heutigen Serbien stammen - doch das Beil beweist, Ötzis Welt war bereits weitläufiger vernetzt, als man glaubte.

So wie auch die Verwandtschaftsbeziehungen: Anhand von Ötzis Magenbakterien wurde dessen Ahnenreihe rekonstruiert. Das Erbgut seiner "Helicobacter pylori"-Magenbakterien gleicht Populationen, die sich bis heute in indischen Menschen-Mägen ungut bemerkbar machen. Das legt den Schluss nahe, dass Ötzis Vorfahren aus Asien in die Alpen eingewandert sind. Die Magenbakterien stützen zudem jene Theorien, wonach frühe Einwanderer aus Asien - deren Urahnen freilich ebenfalls aus der afrikanischen Wiege der Menschheit stammten - bei der Besiedelung Europas eine zentrale Rolle spielten. So hilfreich besagte Mikroben für die heutige Forschung sind, so übel haben sie Ötzi mitgespielt: Ihn quälte chronisches Bauchweh, denn der Helicobacter-Typ fördert Magengeschwüre.

Im Unterschied zum einsamen Weg und unterstandslosen Gang, der Ötzi auf das Tisenjoch führte, bietet heute die Similaunhütte Einkehr und Stärkung. Die Hüttenwirtin serviert dem Gast "Schöpsernes", sprich Deftiges vom Schaf. Ötzi hatte kurz vor seinem Tod Steinbock- und Hirschfleisch, Brot und Gemüse gegessen. Fleisch von Steinböcken und Hirschen, das nicht stark erhitzt wurde, gehörte zu seinem regelmäßigen Speiseplan. Das Hirschfleisch am Todestag dürfte jedoch nicht mehr ganz frisch gewesen sein, denn es enthielt eine Fliegenmade, die Forscher im Darm der Mumie fanden. Auffällig ist und im Unterschied zu heutigen fettarmen Ernährungsgewohnheiten steht, dass die Hälfte von Ötzis Mageninhalts aus Fett bestand. Eine unerlässliche Energiequelle für den Weitwanderer und das Unterwegssein in großer Höhe, zu kalter Zeit. Denn Ötzi lebte einige Jahrhunderte nach einer beginnenden Klimaabkühlung vor rund 5.900 Jahren.

Bronzetafel am Fuße des Obelisken an der Fundstelle des "Mannes von Similaun". 
- © Machreich

Bronzetafel am Fuße des Obelisken an der Fundstelle des "Mannes von Similaun".

- © Machreich

Mythen & Legenden

Die Ergebnisse von aktuellen Eiskernbohrungen des Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigen, dass zu Ötzis Lebzeiten die Gletscher in den Ostalpen wieder wuchsen und die Überquerung der Alpen damit gefährlicher wurde. Das Eis, in dem Ötzis Körper konserviert war, wurde bei der Bergung des Leichnams nicht datiert. Heute ist es nicht mehr vorhanden, Rückschlüsse auf sein Alter sind deswegen nicht mehr möglich.

Überdauert und regelmäßig neu aufgewärmt werden seit Ötzis Ausaperung vor 30 Jahren jedoch einige Mythen, Legenden und Fake-News, die sich schnell nach seiner Entdeckung um Ötzi zu ranken begannen. Dass mit der Mumie ein todbringender Fluch à la pharaonischer Vorbilder einhergeht, lautet eine dieser Geschichten; dass Ötzi eine Fälschung sei, ist eine andere: Die Mumie wäre aus Ägypten, Südamerika oder dem Altai-Gebirge geholt und hoch am Berg oben eingefroren worden - um sie danach aus Jux oder Gewinnstreben oder beidem wieder aus dem Gletscher auftauchen lassen zu können.

Ötzi hätte unmöglich Aasvögel, Insekten und Gletscherbewegungen fast unbeschadet überdauern können, analysieren selbsternannte Experten für fast alles und stellen die Ergebnisse der Wissenschaft in Abrede - ein Phänomen, das einem während der Covid-Pandemie nicht fremd ist. Warum Ötzi fast heil die Jahrtausende "überlebte", bis er bei seiner Bergung mit Skistöcken, Eispickel und Pressluft-Meißel an einigen Körperpartien verletzt wurde, liegt daran, dass er in einer Felsrinne schnell von einer schützenden Schneedecke eingeschlossen wurde, die massiv genug war, ihn zu schützen, gleichzeitig aber auch ausreichend dünn, damit ihn durchziehende Luft gefriertrocknen konnte.

Der Steinobelisk neben der Fundstelle am Tisenjoch befindet sich auf einer Meereshöhe, auf der stolze Dreitausender ihr Gipfelkreuz stehen haben. Auf Bronzetafeln sind in mehreren Sprachen die Fakten der Auffindung des "Mannes vom Similaun" am 19. September 1991 aufgelistet. Einen schöneren und erhabeneren Platz zum Sterben hätte sich Ötzi nicht suchen können. Wobei es umgekehrt gewesen ist. Der Tod ist ihm bis auf 3.210 Meter hinauf gefolgt.

Kleidung des "Ötzi" in einer Nachbildung des Schnalsertalmuseums "ArcheoParc". 
- © Wolfgang Sauber, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Kleidung des "Ötzi" in einer Nachbildung des Schnalsertalmuseums "ArcheoParc".

- © Wolfgang Sauber, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Unten im Tal, im "archeoParc Schnalstal", können sich heute Klein und Groß, Jung und Alt im Kupfersteinzeit-Leben üben, Bogenschießen und Feuermachen versuchen, den damals üblichen Fashion-Style anprobieren, in Ötzis heugefüllte Bergpantoffel aus Hirsch- und Bärenleder schlüpfen oder mit der Original-Ötzi-Bärenfellmütze für Fotos posieren. Alles lustig, alles sehr heutig - und dennoch: Wer die Zeit des Indianerspielens im Wald noch nicht vergessen oder sich einmal gewollt oder ungewollt aufs Zelten ohne Deluxe-Equipment eingelassen hat, der und dem wird der Mann aus dem Eis und seine Zeit gar nicht so weit weg und gar nicht so fremd erscheinen.

Ötzi-Spielen ist ein Weg zurück zum Ursprung. So wie der Blick durch das Museums-Guckloch weit zurück und näher an den Anfang schauen lässt. Das Berührende an dieser Reliquie jahrtausendealten menschlichen Lebens ist, dass sie heutigen Menschen so ähnlich ist. Und das Beruhigende an diesem Urahn ist, dass er von so weit herkommt und trotzdem nah ist - Ötzi schauen ist Mensch schauen.