Bis heute wird Hausarbeit - von der Kinderbetreuung bis zum Putzen - nicht in gleicher Weise entlohnt wie andere "klassische" Lohnarbeit. Entweder wird sie vom Staat subventioniert - etwa in Form von Kindergärten - oder in den Bereich der Schwarzarbeit verdrängt.

Unbezahlte Tätigkeit

Forderungen von Hausfrauen werden noch immer gerne mit dem Argument abgetan, dass sie einen Teil des Lohnes des (Ehe-) Mannes ja ohnehin "geschenkt" bekämen. Witwenpensionen oder Prämien für alleinstehende Mütter gelten eher als Wohltätigkeitsmaßnahme denn als Abgeltung einer zuvor erbrachten Leistung.

Die Herabwürdigung von Reinigungstätigkeiten liegt in diesem Denken begründet, denn wäre Putzen eine harte Arbeit und eine wichtige Leistung, könnte man ihre Nicht-, Schwarz- oder schlechte Bezahlung nicht mehr rechtfertigen. Putzen darf also per se keine ökonomische Arbeit/Leistung sein, weil es als weitgehend unbezahlte Tätigkeit eine der Säulen des Systems bildet. Darin ist eine adäquate Bezahlung nicht vorgesehen und nicht möglich, da dieses sonst finanziell kollabieren würde.

Ob das eine saubere Lösung ist, bleibe freilich dahingestellt (und nicht weggeräumt).