Kommende Woche feiern Sie Ihren 80. Geburtstag. Wie gehen Sie mit dem Gedanken des Älterwerdens um?

Ich habe kein Problem mit dem Älterwerden. Ich werde übrigens ärgerlich, wenn ältere Menschen oft gefragt werden, ob sie sich mit dem Tod, mit dem Sterben auseinander setzen. Dann sage ich: Entschuldigen Sie, ich werde mich doch nicht mit etwas beschäftigen, das völlig unausweichlich ist! Warum soll ich mich zu Lebzeiten mit etwas beschäftigen, das ohnehin vom Schicksal vorgezeichnet ist? Ich beschäftige mich täglich mit dem Leben, am Leben zu bleiben - das ist oft schwer genug, sei es aus privaten oder auch aus globalen Gründen.

Sie lassen in Ihrem Buch durchklingen, dass Sie sich gerne näher mit dem Thema Gier befassen würden.

Ja, das ist eines meiner Hauptthemen. Ich glaube, dass vieles, was in der Welt schief läuft, der globalen Gier geschuldet ist.