Landesliganiveau wurde dem enttäuschenden Fußball-WM-Gastgeber Katar nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Ecuador bescheinigt. Am Freitag (14 Uhr/Servus-TV) haben die Araber die Chance, diese Scharte gegen den ebenfalls noch punktelosen Senegal auszuwetzen, ansonsten ist das frühe Aus schon in der Gruppenphase bittere Gewissheit. Ein Hausherren-Schicksal, das bisher nur Südafrika 2010 ereilte.

"Wir haben die Nerven verloren und waren nicht in der Lage, vier Pässe hintereinander zu spielen", resümierte Coach Felix Sanchez nach dem Eröffnungsspiel. "Dazu kamen viele Lücken in der Verteidigung. Das Team war nicht ausbalanciert - und das hat uns wehgetan." Zugleich versprach der Spanier, der seine Truppe über Jahre hinweg aufgebaut hat, eine "effektivere und wettbewerbsfähige" Mannschaft. Defensive Anfälligkeiten wie gegen Ecuador kann sich Katar gegen den Senegal jedenfalls nicht mehr leisten.

Insgeheim träumt man von einem Erfolg, den andere arabische Teams bei der WM bereits einfuhren. Allen voran die 2:1-Sensation von Saudi-Arabien gegen Argentinien, aber auch die torlosen Unentschieden von Tunesien und Marokko gegen Dänemark respektive Kroatien können als Vorbild dienen. "Die Ergebnisse der arabischen Teams haben uns neidisch gemacht", gestand Mittelfeldakteur Ismail Mohamed. Was immer gegen den Senegal auch passiert, Katar will weitermachen. "Wir haben uns auf die Möglichkeit eines frühen Ausscheidens vorbereitet", betonte Sanchez, "aber das bedeutet nicht das Ende des Projekts."

Auch der Afrikameister ist trotz des 0:2 gegen die Niederlande guter Dinge: "Nicht alles, was wir getan haben, war schlecht", sagte Trainer Aliou Cisse.