• vom 07.11.2018, 16:31 Uhr

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Update: 07.11.2018, 22:22 Uhr

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Den Aufstieg vor Augen




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  • Salzburg kann in Trondheim alles klar machen - Rapid gegen Villarreal um Wiedergutmachung.

Munas Dabbur hat im laufenden Bewerb schon fünf Mal getroffen.

Munas Dabbur hat im laufenden Bewerb schon fünf Mal getroffen.© reuters Munas Dabbur hat im laufenden Bewerb schon fünf Mal getroffen.© reuters

Wien. (may) Um am Donnerstag so richtig feiern zu können, braucht es im wahrsten Sinne des Wortes Stallhilfe. Denn den Salzburger Bullen aus dem Getränkeimperium würde ein vierter Sieg im vierten Europa-League-Spiel bei Rosenborg Trondheim (21Uhr/Puls 4, Dazn) nur dann zum vorzeitigen Aufstieg reichen, wenn auch der Red-Bull-Schwesternklub aus Leipzig entsprechend mitspielt. Trotzen die Ostdeutschen Celtic Glasgow auf der Insel ein Remis ab, wäre Salzburg mit einem Auswärtserfolg schon durch; gelingt Marcel Sabitzer und Co. sogar ein Sieg, wäre für den Halbfinalisten der Vorsaison schon ein Unentschieden in Norwegen genug zum Einzug ins Sechzehntelfinale.

Trotz des deutlichen 3:0-Heimerfolges vor zwei Wochen sollten die Mannen von Marco Rose die Reise in den hohen Norden aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Nicht nur ob des etwas ins Stottern geratenen Siegmotors in der heimischen Meisterschaft mit zuletzt zwei Unentschieden; sondern auch ob der guten Resultate des norwegischen Serienmeisters in dessen Eliteserien. Zunächst feierte man einen 2:1-Erfolg beim letzten verbliebenen Verfolger Brann Bergen, am Sonntag setzten sich Nicklas Bendtner und Co. dann zuhause mit 3:1 gegen Odds BK durch. Mit fünf Punkten Vorsprung auf Brann ist dem Titelverteidiger zwei Runden vor Schluss der Meisterschaftstriumph kaum mehr zu nehmen. Und zwischendurch schoss man sich gegen Start Kristiansand auch noch ins Cupfinale. "Sie haben ihre Aufgaben zuletzt erledigt und einen Riesenschritt in Richtung Titelverteidigung gemacht. Ich glaube, dass sie dadurch einiges an Druck verloren haben. Das setzt Kräfte frei", meinte Salzburg-Trainer Marco Rose anerkennend. In der stark besetzten Europa-League-Gruppe B hat sich der einstige Champions-League-Dauergast bisher freilich noch nicht in Szene setzen können: Nach drei Partien heißt es 0 Punkte und 1:7 Tore.


Demgegenüber thronen die Salzburger mit dem Punktemaximum und einem Torverhältnis von 9:3 klar an der Tabellenspitze vor Leipzig (6) und Celtic (3). So souverän war man zur Europa-League-Halbzeit bisher nur 2013/14 unterwegs. Rose, der seine Kicker stets zur Demut mahnt, wollte keinen Gedanken an einen vorzeitigen Aufstieg verschwenden. "Hätte, könnte, wäre, wenn. Wir müssen morgen auf den Punkt da sein, und dann können wir darüber reden, was wir erreicht haben oder nicht", meinte der Deutsche. Nachsatz: "Wir sind gut drauf und haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, die es zu nutzen gilt." Mittelfeldmotor Xaver Schlager stieß ins selbe Horn: "Wir wollen in Trondheim gewinnen. Ich gehe aber davon aus, dass es bedeutend schwieriger wird als im Hinspiel, auch weil etliche Spieler wieder fit sind und sie damit an Qualität gewonnen haben."

Rapid: "Anderes Gesicht zeigen"
Ob es nach dem 0:5-Debakel vor 14 Tagen gegen Villarreal diesmal für Rapid etwas zu gewinnen gibt, bleibt abzuwarten - zumindest eine Art Wiedergutmachung sollte für die Elf von Didi Kühbauer bei der Heimrevanche in Hütteldorf (18.55 Uhr/Dazn) drinnen sein. Zumal nur ein Punktegewinn, idealerweise aber ein Sieg, die Chance auf den Aufstieg in der engen Gruppe G am Leben hält. "Wir haben zu Hause im Europacup immer gute Spiele gemacht. Ich gehe davon aus, dass wir ein anderes Gesicht zeigen", sagte der Rapid-Coach. "Wir haben in Villarreal nicht das gemacht, was man tun muss. Wir haben jetzt die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben." Ziel sei es, den Spielfluss der Spanier von Anfang an zu unterbinden. "Wenn die Räume groß sind, dann nützen sie das mit ihren schnellen Spielern aus. Wir müssen alle gut gegen den Ball arbeiten - und wenn wir den Ball erobern, dann kontrolliert nach vorne spielen", ergänzte Abwehrrecke Mario Sonnleitner.

Europa League, Donnerstag:

Gruppe G:

SK Rapid Wien - Villarreal 18.55 Uhr

Sp. Moskau - Glasgow Rangers18.55 Uhr

Gruppe B:

Rosenborg Trondheim - Salzburg21 Uhr

Celtic Glasgow - RB Leipzig21 Uhr




Schlagwörter

Fußball, Europa League

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Dokument erstellt am 2018-11-07 16:43:10
Letzte Änderung am 2018-11-07 22:22:09


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