• vom 03.12.2018, 16:40 Uhr

Fußball

Update: 04.12.2018, 09:58 Uhr

Fußball

Ein Unterbau für den Unterbau




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Mit der Europa League 2 bekommt der europäische Klub-Fußball einen weiteren Bewerb.


© M. Hirsch © M. Hirsch

Dublin/Wien. Die Einführung des neuen Europacups in der Saison 2021/22, den die Uefa am Sonntag quasi als Unterbau zur Europa League beschlossen hat, ist nur ein weiterer Schritt der Fußball-Expansion. Seit Jahren etablieren der Weltverband Fifa und die europäische Konföderation Uefa neue Formate und reformieren ihre Wettbewerbe - teilweise auch gegen den Willen vieler Trainer, Spieler und Fans. Ein Überblick, was schon verändert wurde, und welche Themen noch diskutiert werden.

Die WM. Bei der Premiere 1930 in Uruguay spielten 13 Teams mit. Im Lauf der Jahrzehnte wurde das Turnier immer weiter ausgebaut. Seit der WM 1998 wird mit 32 Teams gespielt. Doch Fifa-Chef Gianni Infantino will mehr. 2026 findet das Turnier nicht nur erstmals in drei Ländern, den USA, Kanada und Mexiko, sondern auch mit 48 Teams statt. Am liebsten würde Infantino schon 2022 in Katar mit so vielen Mannschaften spielen lassen. Eine Entscheidung dazu fällt im März in Miami. Die Reformideen gehen aber weiter. Aus Südamerika kam nun der Vorschlag, eine WM alle zwei statt alle vier Jahre stattfinden zu lassen.


Die EM. 2020 feiert die Uefa mit einem Turnier in zwölf Gastgeber-Ländern den 60. Geburtstag ihres Vorzeigebewerbs. Dann werden wie schon 2016 in Frankreich 24 Mannschaften teilnehmen und damit sechs Mal so viele wie bei der Premiere 1960. Der Modus mit vier besten Gruppendritten, die es über die Hintertür ins Achtelfinale schaffen, ist etwas unübersichtlich.

Die Nations League. Statt vieler Testpartien spielen die 55 Nationalmannschaften Europas in einem System mit vier Ligen einen Sieger aus. Es gibt Auf- und Abstieg zwischen den jeweiligen Ligen. Als Anreiz gibt es zudem eine Hintertür für Startplätze zu den großen Turnieren. Für die EM 2020 werden vier Tickets - eines je Liga - über die Nations League vergeben. Die nächste Auflage mit Österreich in der zweithöchsten Liga folgt im Herbst 2020.

Die Champions League. Das Uefa-Milliarden-Event gibt es schon seit den frühen 1990er Jahren. Es ersetzte den Europacup der Landesmeister mit einer mehrfach reformierten Gruppenphase und anschließendem K.o.-System. Die Anzahl der Spiele erhöhte sich für viele Klubs. Die Königsklasse hat sich in den vergangenen Jahren einer geschlossenen Gesellschaft angenähert, in der immer wieder dieselben Großklubs in Richtung Finale streben.

Die Europa League. Zunächst verschmolz die Uefa 1999 den Europacup der Cupsieger mit dem Uefa-Cup, dann wurde 2010 die Europa League als Unterbau zur Champions League eingeführt. In dieser sorgte Red Bull Salzburg in den vergangenen Jahren für Aufsehen. Im Vorjahr war erst im Halbfinale Endstation. Auch heuer wird Salzburg in der Europa League überwintern, Rapid hat noch alle Möglichkeiten dafür. Mit der Einführung der Europa League 2 wird die Gruppenphase des bisherigen Bewerbs von 48 auf 32 Teams verkleinert.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Schlagwörter

Fußball, Europacup, UEFA

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-03 16:52:37
Letzte Änderung am 2018-12-04 09:58:37


Abseits

Zwei im K.o. - aber nicht alles o.k.

Dass zwei österreichische Klubs im Europacup überwintern, passiert sogar noch seltener als die Teilnahme der Nationalmannschaft an einem... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Marcel Hirscher, der Gran Riese
  2. Hirscher gewinnt Herren-Riesentorlauf
  3. Austria gewinnt Derby gegen Rapid 6:1
  4. Austria probt Befreiungsschlag
  5. Kilde gewinnt Gröden-Abfahrt vor Franz
Meistkommentiert
  1. Shiffrin schreibt Ski-Geschichte
  2. Mattersburg dreht Parie gegen Austria
  3. Austria gewinnt Derby gegen Rapid 6:1


Werbung