• vom 04.12.2018, 17:11 Uhr

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Update: 05.12.2018, 11:46 Uhr

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Ralph Hasenhüttl: Pionier und Heiliger




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Von Christian Mayr

  • Was den Steirer beim FC Southampton erwartet

Von den roten Bullen zu den rot-weiß-gestreiften Saints: Ralph Hasenhüttl wechselt zum britischen Traditionsklub FC Southampton. - © afp

Von den roten Bullen zu den rot-weiß-gestreiften Saints: Ralph Hasenhüttl wechselt zum britischen Traditionsklub FC Southampton. © afp

Wien. Der große FC Bayern ist es nicht geworden. Nachdem Niko Kovac nach zwei souveränen Auftritten des deutschen Rekordmeisters den Kopf aus der Schlinge gezogen hat, kam der Trainersessel bei der ersten Adresse im deutschen Fußball für Ralph Hasenhüttl nicht mehr in Frage. Es gereichte ihm aber zur Ehre, dass er - gemeinsam mit Arsène Wenger und Zinédine Zidane - als Kandidat genannt wurde, zumal er nicht nur als Ex-Bayern-(Amateure-)Spieler bei Klubboss Uli Hoeneß hoch im Kurs stand. Nun übernimmt der 51-jährige Steirer laut übereinstimmenden Medienberichten aber eine andere Pionierrolle in der rot-weiß-roten Fußball-Trainerhistorie: Als neuer Coach des FC Southampton ist er der erste Österreicher auf einer Trainerbank der Premier League.

Statt Champions League heißt es nun allerdings beinharter Abstiegs- und Überlebenskampf in der teuersten Liga der Welt - denn der Traditionsklub an der britischen Südküste befindet sich seit einigen Monaten am absteigenden Ast. Aktuell liegen die Saints mit nur einem Sieg aus 14Runden auf Rang 18, das würde den Abstieg in die zweithöchste Spielklasse bedeuten. Obwohl es am Samstag ein ehrenvolles 2:2-Heimremis gegen Manchester United gab, musste sich die walisische Red-Devils-Legende Mark Hughes vom Chefposten im St.Mary’s Stadium verabschieden. Das, obwohl der 55-Jährige erst im Frühjahr mit den Heiligen - knapp, aber doch - den Klassenerhalt geschafft und danach einen Dreijahresvertrag erhalten hatte. Hasenhüttl, der nun ebenfalls einen Dreijahresvertrag erhielt, sollte also gewarnt sein, dass der Trainerstuhl in Southampton ein Schleudersessel ist: Vor der Ära von Ronald Koeman, der soeben mit der holländischen Nationalmannschaft deren Wiederauferstehung gefeiert hat, scheiterten mit Claude Puel und Mauricio Pellegrino schon zwei Southampton-Betreuer.


Platz sechs und Europa League
Unter dem Niederländer waren die Saints - lange vor Leicester City - das Sensationsteam der Premier League: Nach der Rückkehr 2012 in die oberste Spielklasse etablierte sich Southampton als Abstiegskandidat im oberen Drittel der Milliardenliga und wusste den Großklubs ein ums andere Mal Paroli zu bieten: 2015 schloss man die Tabelle auf Platz7 ab, 2016 auf Rang 6, und im Jahr darauf gab es Endrang 8. Im europäischen Geschäft konnten die Spieler in ihren rot-weiß-gestreiften Dressen jedoch nicht reüssieren - bei zwei Teilnahmen war das Erreichen der Gruppenphase der Europa League (2016) das Höchste der Gefühle.

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Dokument erstellt am 2018-12-04 17:22:40
Letzte Änderung am 2018-12-05 11:46:38


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