• vom 06.12.2018, 19:31 Uhr

Fußball


Bundesliga

Vorzeitige Endspielstimmung




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Rapid muss am Sonntag gegen Sturm Graz gewinnen, aber auch die Austria darf gegen Mattersburg nicht patzen.

Für Rapid-Coach Didi Kühbauer lief es in der Bundesliga zuletzt nicht so ganz nach Plan. - © apa/Hochmuth

Für Rapid-Coach Didi Kühbauer lief es in der Bundesliga zuletzt nicht so ganz nach Plan. © apa/Hochmuth

Salzburg/Wien. (rel) Der Erste gegen den Letzten. Und dazwischen zwei Duelle um einen Platz im Meister-Play-off. Die 17. Bundesligarunde mag auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt mit Krachern aufwarten, dafür ist aber die Endspielstimmung statistisch wie emotional klar zu spüren. Denn während der Tabellenletzte, die Admira, am Samstag daheim den Liga-Goliath Red Bull Salzburg empfängt (17 Uhr) und nichts zu verlieren hat, geht es für die Wiener Klubs Austria und Rapid um sehr viel - eine mögliche Richtungsentscheidung wenige Tage vor dem großen Derby am 16. Dezember. Denn sollten beide Teams die sonntäglichen Partien gegen Mattersburg (Austria, 14.30 Uhr) und Sturm Graz (Rapid, 17Uhr) verlieren, könnte es im Ringen um einen Platz in der Gruppe der besten Sechs, die für eine Teilnahme am Meistertitelkampf berechtigt, schnell eng werden. Den Dritten St. Pölten und den Siebenten Hartberg trennen aktuell nur vier Punkte.

Auf dem Papier die klar besseren Karten, weil auch mit 24 Zählern und Rang fünf in der Tabelle relativ gut abgesichert, haben die Violetten. Vor allem, weil es zuletzt gut gelaufen ist: Nach zwei Siegen en suite ist die Truppe von Thomas Letsch auch am Sonntag in Mattersburg neuerlich auf einen Dreier heiß. "Wir wollen uns nochmals Selbstvertrauen holen", sagte Offensivmann Dominik Prokop auch mit Blick auf das Derby gegen Rapid zu Jahresabschluss.


Optimistisch äußerte sich auch Kapitän Florian Klein. "Die drei Punkte wären enorm wichtig für uns und würden uns zusätzliches Selbstvertrauen geben." Weil man dann "mit breiter Brust ins Derby gehen" könne, sagte der Routinier. Letsch freilich fordert vorerst volle Konzentration auf die kommende Aufgabe. "So weit schauen wir nicht", meinte der Deutsche. Die jüngsten zwei Siege seien ein Segen gewesen. "Es ist ja alles ganz eng beisammen. Auch davor haben viele Dinge ganz gut geklappt. Da hilft ein Sieg mehr als alles andere - und es trainiert sich auch ganz anders", sagte er.

Einen Sieg gut brauchen kann auch Rapid, das dank eines knappen 1:0 am Wochenende in Innsbruck den Anschluss ans Meister-Play-off noch einmal gewahrt hat. Mit einem Sieg würden die Hütteldorfer dem angestrebten Platz unter den Top Sechs zumindest nahe kommen. Sturm als Sechster und Hartberg als Siebenter liegen jeweils drei Punkte vor dem Tabellenachten. Ein Sieg mit drei Toren Unterschied würde zumindest den Sprung auf Platz sieben garantieren, doch diesbezüglich macht Rapid die Statistik wenig Hoffnung - die Grün-Weißen haben gegen Sturm seit sechs Bewerbspartien nicht gewonnen. Zuletzt gab es vor drei Monaten in Graz ein 1:1, damals noch mit Goran Djuricin und Heiko Vogel auf den Trainerbänken. Didi Kühbauer genoss immerhin den Luxus, seine Mannschaft eine ganze Woche vorbereiten zu können. "Dadurch werden wir frisch sein, da gibt es keine Ausrede."

Salzburg gelobt Demut
Im Vergleich zum Spiel in Innsbruck fehlt Marvin Potzmann wegen Problemen mit der Patellasehne, dafür steht Philipp Schobesberger zur Verfügung. Ob der Flügelmann beginnen oder Ersatz sein wird, ließ der Coach offen.

Nichts zu lachen hat indes Tabellenschlusslicht Admira, das am Samstag auf den führenden Meister Salzburg trifft (17 Uhr). Emotional ist die Partie für die Südstädter von hoher Bedeutung, dafür liegt die Favoritenrolle klarerweise beim Leader, der aber immerhin angekündigt hat, seinen Arbeitstag in der Fremde in Demut bestreiten zu wollen. "Es ist schon öfter passiert, dass sich der Erste gegen den Letzten zu sicher war", sagte etwa Mittelfeldmann Xaver Schlager.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-06 17:34:41
Letzte Änderung am 2018-12-06 17:35:12


Abseits

Die Ultras sollten Hirscher schauen

Angesichts der Bilder, die Rapid-Fans dabei zeigen, wie sie Parolen schreien, Bengalen entzünden und Gegenstände auf fahrende Autos werfen... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Ein Kessel und viele Fragen
  2. Zadrazil Österreichs erste Spielerin des Jahres
  3. Manchester Uniteds Liebe zu Mourinho ist erkaltet
  4. Solskjaer folgt Mourinho als Manchester-Trainer
  5. Zurück an der Spitze
Meistkommentiert
  1. Ein Kessel und viele Fragen
  2. Austria gewinnt Derby gegen Rapid 6:1
  3. Zurück an der Spitze
  4. Mattersburg dreht Parie gegen Austria


Werbung