Manchester/Rom. Im zwölften Spiel ist der Siegeszug von Manchester United unter Trainer Ole Gunnar Solskjaer zu Ende gegangen. Manchester musste sich am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel der Fußball-Champions-League zu Hause Paris Saint-Germain mit 0:2 (0:0) geschlagen geben und steht im Rückspiel am 6. März vor dem Aus. AS Roma besiegte dank eines Doppelpacks von Jungstar Nicolo Zaniolo den FC Porto mit 2:1 (0:0).

In Manchester hatten die Red Devils im Achtelfinal-Hit auf den von Solskjaer eingeleiteten Höhenflug gebaut. Unter dem 45-jährigen Norweger, Nachfolger von Jose Mourinho, hatte United mit zehn Siegen und einem Remis in elf Matches wieder in die Erfolgsspur gefunden. Gegen PSG übernahmen die Engländer in einer kampfbetonten Partie mit fünf gelben Karten in den ersten 35 Minuten zunächst auch das Kommando.

Allerdings wurde Manchester United in der ersten Halbzeit nur zweimal durch Marcus Rashford (9.) und Paul Pogba (16.) halbwegs gefährlich. PSG, das auf die beiden verletzten Offensivstars Neymar und Edinson Cavani verzichten musste, kam aber immer besser ins Spiel. Kylian Mbappe deutete erstmals in der 28. Minute sein Potenzial an.

Kontersieg in wenigen Minuten

Nach dem Seitenwechsel schlugen die Franzosen dann auch zu. Nach einem Eckball stand Presnel Kimpembe völlig frei und brachte die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel in Führung (53.). Sieben Minuten später machte Mbappe alles klar. Der 20-jährige Weltmeister nutzte bei einem Stanglpass von Angel di Maria seine Schnelligkeit, kam vor zwei Verteidigern zum Ball und erhöhte auf 2:0.

Die Treffer zeigten Wirkung, Manchester war angeschlagen. Torhüter David de Gea bewahrte sein Team aber mit zwei starken Paraden vor einer höheren Abfuhr. Das von Scheichs hochgerüstete PSG, im Vorjahr im Achtelfinale ausgeschieden, wird sich den Aufsieg aber auch so kaum mehr nehmen lassen. Außerdem muss Manchester im Rückspiel auf Paul Pogba verzichten, der in der 90. Minute Gelb-Rot sah.

Zwei Treffer von Jungstar Zaniolo in Rom

In Rom wurde Jungstar Zaniolo zum Matchwinner für den Halbfinalisten des Vorjahres. Der 19-Jährige brach in der 70. Minute nach Vorlage von Stürmerstar Edin Dzeko den Bann und behielt im Konter nach neuerlicher Dzeko-Vorarbeit die Nerven (76.). Drei Minuten später fiel die Stimmung im römischen Olympiastadion aber wieder. Adrian Lopez verkürzte auf 1:2 (79.) und sorgte auch für den ersten Einsatz des Video Assistant Referee (VAR) in der Königsklasse. Nach Rücksprache mit den Video-Schiedsrichtern erkannte Referee Danny Makkelie den Treffer zurecht an.

In der ersten Halbzeit war Roma erfolglos gegen eine massierte Defensive der Portugiesen angerannt. Mehrmals musste die nicht immer souveräne Torhüter-Legende Iker Casillas eingreifen, in der 37. Minute stand dem Champions-League-Rekordspieler auch das Glück zur Seite, als Dzeko nach schöner Einzelaktion nur die Stange traf. In der zweiten Hälfte war das Duo Dzeko-Zaniolo aber nicht mehr zu halten.

Die Spiele begannen wie alle Europacup-Partien in dieser Woche mit einer Schweigeminute für den bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückten Profi Emiliano Sala.