Klagenfurt. (apa) Der neue Eigentümer des Fußball-Zweitligisten SK Austria Klagenfurt, der Hamburger Tomislav Karajica, hat am Montag betont, sein Engagement in Klagenfurt sei langfristig angelegt. Natürlich sei es das Ziel, in die höchste Liga aufzusteigen, Zeitplan gebe es dafür aber noch keinen, sagte Karajica, der aber auch schon konkrete Maßnahmen plant: So soll der Profibetrieb bis zum Sommer ausgegliedert werden. Karajica hat mit seiner Firma Home United den Kärntner Fußballverein übernommen, und zwar samt allen finanziellen Verbindlichkeiten. Diese betragen laut deutschen Medienberichten rund zwölf Millionen Euro.

Bis zum Sommer soll der Klub schuldenfrei gestellt werden, kündigte Karajica an. Wie viel er in das Projekt investiert, verriet er nicht, er meinte nur: "Wir sind in Vorleistung getreten, um die Rückrunde zu gewährleisten." Details über Investitionen und sportliche Ziele könne er noch nicht nennen, man müsse sich erst einmal einen genauen Überblick verschaffen. Karajica, der sein Geld unter anderem mit Immobilienprojekten verdient, aber auch einen Basketballverein besitzt, meinte, in Klagenfurt habe er eine ausgezeichnete Infrastruktur vorgefunden. Warum er den Verein übernommen hat, erklärte er unter anderem so: "Wir finden in Klagenfurt Sport als kreierbaren Content, den wollen wir mitkreieren." Auf die Frage, was passieren würde, sollte der aktuell 13.-platzierte Verein aus der zweiten Liga in die Regionalliga absteigen, meinte der 42-Jährige, er rechne zwar nicht damit, aber sollte es passieren, "würde keiner das Zelt abbrechen". Karajica will die Kärntner Wirtschaft ins Boot holen, auch bei Land Kärnten und Stadt Klagenfurt werde man vorstellig werden.